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Fraunhofer IPA

Erste Konferenz zu medizinischer und industrieller Wearable Robotic

| Autor: Peter Reinhardt

Exoskelette live erleben und selbst ausprobieren, das ist auf der WearRAcon Europe 2019 möglich. Die Veranstalter der Konferenz versprechen spannende Einblicke in Theorie und Praxis dieser rasant an Marktbedeutung zunehmenden Technologie.

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Der Markt für Exoskelette könnte sich bis 2025 verzehnfachen. Medtech-Hersteller sollten sich daher dringend mit den Möglichkeiten dieser Technologie auseinandersetzen.
Der Markt für Exoskelette könnte sich bis 2025 verzehnfachen. Medtech-Hersteller sollten sich daher dringend mit den Möglichkeiten dieser Technologie auseinandersetzen.
(Bild: ©Chudakov - stock.adobe.com)
  • Stetiges Wachstum: 10.500 weltweit abgesetzte Exoskelette in diesem Jahr
  • Drei potenzielle Einsatzfelder für Exoskelette in der Medizintechnik
  • Erste WearRAcon Europe 2019 am 19. und 20.11.2019 in Stuttgart-Vaihinge

Exoskelette sind Hightech-Apparaturen, denen ein exponentielles Wachstum vorhergesagt wird. Betrug die Anzahl der weltweit abgesetzten Exoskelette im Jahr 2015 laut Statista noch gerade mal 2.500 Stück, sollen es in diesem Jahr schon 10.500 Stück sein. Binnen gerade mal sechs Jahren könnte dieser Wert noch einmal mehr als verzehnfacht werden. 108.500 Stück prognostiziert das deutsche Online-Portal für Statistik bis 2025.

Drei gute Gründe sich mit Exoskeletten zu beschäftigen

Hersteller von Medizintechnik sind also gut beraten, sich frühzeitig mit dieser Technologie auseinanderzusetzen, zumal es hierfür gleich drei potenzielle Einsatzfelder gibt:

  • Menschen mit Querschnittslähmung Mobilität zurückgeben: Bei medizinischen Exoskeletten kommen zwei strukturelle Eigenschaften und Funktionen in ihrer Grundform zum Tragen. Sie stützen und schützen den Körper. Das ermöglicht weitere Einsatzmöglichkeiten über Patienten mit Querschnittslähmung hinaus.
  • Exoskelett lässt Chirurgenarme „schweben“ und entlastet seine Träger bei anstrengenden Tätigkeiten im OP: Lange Operationen sind für Chirurgen eine extreme körperliche Belastung. Häufig gehen sie mit Müdigkeit und Schmerzen einher. Daher fordern viele Ärzte ein System, das die Arme bei hebenden und streckenden Bewegungen entlastet. Denn gerade die chirurgische Feinarbeit, wie sie zum Beispiel bei endoskopischen Operationen unverzichtbar ist, sind ermüdete Muskeln im Nacken und Schulterbereich extrem kontraproduktiv.
  • Exoskelette für schwere Arbeiten in der Industrie: Der Medizintechnikhersteller Ottobock hat einen neuen Geschäftsbereich gegründet, der seit dem vergangenen Jahr statt medizinischer Exoskelette solche für die Industrie fertig. „Unser Exoskelett wird derzeit bei VW getestet“, erklärte dazu Dr. Sönke Rössing, der den neu gegründeten Geschäftsbereich Industrials bei Ottobock leitet, gegenüber Devicemed.

Fraunhofer IPA zeigt Technologie in Theorie und Praxis

Am 19. und 20. November 2019 findet daher aus gutem Grund die erste WearRAcon Europe 2019 „Industrial and Medical Exoskeletons – Status, Research, Perspectives and User Trials“ am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart-Vaihinge statt. Die Keynotes werden von Prof. Dr. Thomas Sugar und Prof. Dr. Robert Riener, den führenden Experten zum Thema Exoskelette gehalten.

Partner der Veranstaltung sind:

  • das Institut für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb IFF der Universität Stuttgart
  • die Wearable Robotics Association (WearRA), der einzige Fachverband, der sich gleichermaßen an Unternehmer, Unternehmen und Wissenschaftler richtet, die die sich mit industrieller Wearable Robotic beschäftigen.

Das ausführliche Programm finden Sie hier.

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