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EMO Hannover: durchgängige Software für die additive Fertigung

| Redakteur: Peter Reinhardt

Eine neue Lösung für die additive Fertigung präsentiert Siemens PLM Software auf der EMO Hannover 2017. Sie besteht aus integrierter Software für Konstruktion, Simulation, digitale Fertigung sowie Daten- und Prozessmanagement.

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Mit hochentwickelten, integrierten Technologien für Simulation und Analyse lässt sich das Verhalten der Konstruktion vorausberechnen. Diese neue Technologie mit ihrem hohen Veränderungspotential wird innovative Konstruktionsansätze fördern.
Mit hochentwickelten, integrierten Technologien für Simulation und Analyse lässt sich das Verhalten der Konstruktion vorausberechnen. Diese neue Technologie mit ihrem hohen Veränderungspotential wird innovative Konstruktionsansätze fördern.
( Bild: Siemens PLM )
  • Schluss mit Einzellösungen beim 3D-Druck
  • 3D-Druck an der Schwelle vom Prototyping zur Massenfertigung
  • EMO Hannover 2017 als Plattform für Austausch über additive Fertigungsverfahren

Mit der Siemens-Lösung der Business Unit für Product Lifecycle Management (PLM), Köln, „ist es möglich, ein generatives Design automatisiert zu erstellen, und zwar auf Basis neuer Funktionen für optimierte Topologien“, erklärt das Unternehmen. So entstünden häufig organische Formen, auf die ein Konstrukteur von sich aus kaum käme und die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nur sehr kompliziert oder gar nicht zu fertigen wären. Mögliche Anwenderzielgruppen sind die Medizintechnik- und Luftfahrtindustrie sowie der Automobilbau.

Alle Prozessschritte in einer Plattform mit zentraler Bedienoberfläche

Die „revolutionäre Lösung“ und ihre Anwendungsmöglichkeiten erläutert Peter Scheller, Marketing Direktor bei Siemens PLM Software: „Das Besondere ist, dass es sich um eine durchgängige Plattform handelt. Basierend auf unserer Convergent-Modelling-Technologie beziehen wir innerhalb unserer NX-Software für integriertes CAD alle für das 3D-Drucken relevanten Produktentwicklungsschritte ein, vom Scannen bis zum Drucken.“ Beim 3D-Druck gäbe es schon eine ganze Menge Einzellösungen in verschiedenen Nischen – sei es von Druckerherstellern oder anderen Anbietern. „Der wichtige Schritt, den wir jetzt gehen, ist die Integration aller Prozessschritte in eine Plattform mit zentraler Bedienoberfläche, auf der sowohl die Geometrie als auch die Druckbahnenerzeugung in einem sicheren Datenformat abgelegt werden“, erklärt Scheller.

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Pläne für eine neue Online-Kollaborationsplattform

Im Rahmen dieser Strategie hat Siemens PLM Software darüber hinaus Pläne für eine neue Online-Kollaborationsplattform vorgestellt, die eine weltweite Zusammenarbeit für die Fertigungsindustrie ermöglichen. Ziel sei es, einer globalen Fertigungsindustrie „on-demand-Produktkonstruktionen“ und 3D-Druck-Produktionen leichter zugänglich zu machen. In der Massenfertigung“, so Scheller, „ist der 3D-Druck noch nicht vollständig angekommen. 3D-Druck kommt aus dem Prototyping und wird bislang überwiegend auch dafür eingesetzt. Wir stehen aber gerade an einer Schwelle.“ Das Verfahren trete aus dieser Nische heraus; viele Unternehmen denken aktuell über einen Einsatz in der Massenfertigung nach oder verwenden das Verfahren schon dafür. Wenn man an additive Fertigungsverfahren in industriellem Maßstab denke, „ist aus unserer Sicht ein prozesssicheres Datenformat extrem wichtig, auf dessen Basis man Bauteile zuverlässig immer wieder in gleicher Qualität herstellen kann. Solch eine Plattform gab es bislang nicht, deshalb stellen wir unseren Kunden diese zur Verfügung“, verspricht Scheller. Gerade für die industrielle Produktion sei es sehr wichtig, Bauteile umfänglich beschrieben in digitaler Form vorliegen zu haben. Nur so könne man bei Rückfragen oder gar im Schadenfall auf diesen digitalen Zwilling zurückgreifen und Ursachenforschung betreiben.

EMO Hannover 2017 zeigt Fortschritte bei der additiven Fertigung

Seine Erwartungen zur EMO Hannover 2017 bringt Peter Scheller so auf den Punkt: „Siemens wird auch weiterhin in Innovationen investieren und mit Technologiepartnern zusammenarbeiten, um neue Lösungen zu entwickeln, die für Fortschritte bei der additiven Fertigung sorgen und den 3D-Druck weiter vorantreiben. Deshalb freuen wir uns zur EMO Hannover 2017 auf gute Gespräche und den Austausch mit Kunden und Partnern. Die Messe ist eine hervorragende Plattform, mehr über aktuelle Herausforderungen und die Wünsche der Kunden zu erfahren.“

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