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Kraiburg TPE

Einmalspritzen – dank TPE-Dichtung garantiert nicht wiederverwendbar

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Besonders in Entwicklungsländern sind unzählige verunreinigte Spritzen im Umlauf und verursachen durch die mehrfache Verwendung teils lebensbedrohliche Infektionen und Krankheiten. Das arabische Unternehmen ADMD hat deshalb Spritzen entwickelt, die nur einmal mit Flüssigkeit aufgezogen werden können.

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Durch das Aufziehen der Flüssigkeit wird das Einwegventil in der Spritze aktiviert. Nach dem Einspritzen schließt ein Kunststoff-Pin in einer TPE-Dichtung die Öffnung zur Nadel hin und dichtet diese ab.
Durch das Aufziehen der Flüssigkeit wird das Einwegventil in der Spritze aktiviert. Nach dem Einspritzen schließt ein Kunststoff-Pin in einer TPE-Dichtung die Öffnung zur Nadel hin und dichtet diese ab.
( Bild: ADMD )

Injektionsspritzen so abdichten, dass sie nur einmal benutzt werden können? Der Hersteller Abu Dhabi Medical Device Company, kurz ADMD, verwirklicht dies mit medizinkonformen thermoplastischen Elastomeren der Marke Thermolast M von Kraiburg TPE

Wie funktioniert der Einweg-Mechanismus?

Der Schlüssel dieser Technologie liegt in den kleinen TPE-Dichtungen aus dem medizinkonformen Material Thermolast M: Durch das Aufziehen der Flüssigkeit wird das Einwegventil in der Spritze aktiviert. Nach dem Einspritzen schließt ein Kunststoff-Pin in einer TPE-Dichtung die Öffnung zur Nadel hin und dichtet diese zuverlässig ab. Auf diese Weise blockiert die Nadel, und die Spritze kann kein zweites Mal verwendet werden.

Dieser so genannte Auto-Disable-(AD) Mechanismus eliminiert die Ansteckungsgefahr von Patient zu Patient mit Krankheitserregern, die durch Blut übertragen werden, wie dies bei HIV oder Hepatitis B der Fall ist. Weltweit agierende Gesundheitsorganisationen wie die WHO oder Unicef setzen die Einwegspritzen von ADMD deshalb bei ihren Impfprogrammen ein. Des Weiteren hat ADMD eine patentierte selbstblockierende Nadel auf den Markt gebracht, welche mit der gleichen Technologie wie die Einwegspritzen ausgestattet ist. Erhältlich ist das System in Einzelteilen oder mit bereits aufgezogener Spritze.

Rezepturkonstanz und zwei Jahre Liefersicherheit

Die medizinkonforme Produktgruppe Thermolast M verfügt über niedrige Compression-Set-Werte und besitzt medizinische Zulassungen nach USP Class VI, USP 661, DIN ISO 10993-4 „Haemolysis, indirect in human blood“, DIN ISO 10993-5 „Cytotoxicity“, DIN ISO 10993-10 „Intracutaneous Irritation“ sowie DIN ISO 10993-11 „Acute Systemic Toxicity“. Für die Einweg-Spritze wird ein medizinkonform eingefärbtes TPE-Compound im Spritzgussprozess zur Dichtung verarbeitet. In einem weiteren Schritt wird die Dichtung manuell in die Spritze eingelegt.

Für alle seine Thermolast-M-Materialien gewährleistet Kraiburg TPE Produktverlässlichkeit und Sicherheit im Rahmen eines sogenannten Medical Service Pakets: Die Compounds aus dem medizinkonformen Portfolio werden an einer separaten Produktionsanlage hergestellt. Dort kommen nur Rohstoffe zum Einsatz, die den Anforderungen des Medizinmarkts entsprechen und Kontaminationen mit anderen Produkten oder Bestandteilen, wie Rohstoffen tierischen Ursprungs, ausschließen. Zu dieser Qualitätssicherheit garantiert der Werkstofflieferant für den Bereich Medizin- und Pharmatechnik Rezepturkonstanz und eine Liefersicherheit von zwei Jahren.

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