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Adelhelm Kunststoffbeschichtungen Die Oberflächen chirurgischer Instrumente funktionalisieren

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

In der Medizintechnik helfen funktionale Oberflächenbeschichtungen in vielerlei Hinsicht: Zum Beispiel können modifizierte Oberflächen von Instrumenten leichter gereinigt werden und in der Hochfrequenzchirurgie können Beschichtungen elektrische Ableitung verhindern, was zum Schutz von Ärzten und Patienten beiträgt. Der Lohnbeschichter Adelhelm bietet hier umfassende Kompetenzen.

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Beschichtete Biclamp: Das Beschichtungssystem Adcoat ML Halar ermöglicht eine sichere Gefäßversiegelung in der HF-Chirurgie.
Beschichtete Biclamp: Das Beschichtungssystem Adcoat ML Halar ermöglicht eine sichere Gefäßversiegelung in der HF-Chirurgie.
(Bild: Adelhelm)

Vor dem Hintergrund stetig steigender Qualitätsanforderungen wird die Oberflächenfunktionalisierung von Bauteilen durch geeignete Beschichtungssysteme auch in der Medizintechnik immer interessanter. Hierbei sind die Oberflächenreinheit und die Reinheit während des Produktionsprozesses angefangen von der Vorbehandlung und Bauteilreinigung über die Applikation der Beschichtung bis hin zum fertig verpackten Produkt entscheidende Kriterien. Außerdem steigen die Anforderungen aus behördlichen Vorgaben und sensibleren Qualitätsnormen stetig.

Direkt in die Reinräume der Kunden senden

Der Lohnbeschichter Adelhelm Kunststoffbeschichtungen hat sich dieser Herausforderungen angenommen. So werden beispielsweise Beschichtungsprozesse in einem Reinraumtechnik-Umfeld der Klasse ISO 7/8 durchgeführt, um die möglichen Querkontaminationen in den einzelnen Fertigungsschritten präventiv zu bekämpfen. So sollen unter anderem Partikeleinschlüsse während des Beschichtens und Sinterns verhindert werden. Ziel ist es, die mit maßgeschneiderten, FDA-konformen und funktionalen Beschichtungssystemen versehenen Kundenbauteile partikelfrei, nach DIN-Richtlinien behandelt, validiert gereinigt und verpackt auf direktem Weg in die Reinräume der Empfänger zu senden. Auch das Einschleusen von Substraten, die nicht aus dem Reinraum geliefert werden können, gestaltet sich durch die Vorbehandlungen zügig. Angeboten wird ein breites, validiertes Reinigungsspektrum, das mit lösemittelfreien Reinigungsanlagen sowie Ultraschallreinigungsbädern auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten werden kann. Das Unternehmen bietet ein breites Portfolio an funktionalen Nass- und Pulverbeschichtungswerkstoffen, das reine Fluorkunststoffe und Fluorpolymerderivate, viele nicht fluorierte Polymere (PA, PEEK, PU) sowie Silikone und Silikonderivate umfasst. Die beschriebenen Beschichtungssysteme sind neben den dekorativen Eigenschaften mit multifunktionalen Oberflächeneigenschaften für die jeweilige spezielle Anwendung ausgestattet. Sie können beispielsweise antimikrobiell, elektrisch isolierend, nicht haftend oder abrasionsbeständig sein.

Die auf den ersten Blick einfach scheinenden Beschichtungssysteme sowie deren Nass- und Pulverapplikationsmethoden sind bei näherer Betrachtung hochkomplexe, ineinander gehende technische Verfahren. Mit dem Beherrschen der Applikationsverfahren lassen sich mehr und mehr die Vorteile der Nassapplikation mit den Vorteilen der Pulverapplikation kombinieren. Damit ist es möglich, sehr präzise die Schichten (5 µm bis 2.000 µm) mit starker Einzelschichtdicke kalt und warm aufzutragen. Es können geschlossene und gut adhärierende Funktionsoberflächen gebildet werden. An dieser Stelle sollen nun die fluorbasierten teilkristallinen thermoplastischen Pulverlacksysteme näher betrachtet werden. Thermoplastische Fluorpolymere kommen zum Einsatz, wenn hohe Anforderungen an das zu beschichtende Produkt gestellt werden.

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