Micronora

Die Micronora 2018 zeigt Mikrotechnik im Dienste der Gesundheit

| Autor / Redakteur: / Kathrin Schäfer

Prominenter Besuch: 2016 hat der jetzige französische Präsident Emmanuel Macron die Micronora besucht.
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Prominenter Besuch: 2016 hat der jetzige französische Präsident Emmanuel Macron die Micronora besucht. (Bild: Pierre Guenat / Micronora)

Von Chirurgierobotern über Nanobots bis zu neuen Biotherapien – die Medizin erlebt derzeit eine technologische Revolution. Auf der französischen Fachmesse Micronora erfahren Besucher, welchen Anteil Mikrotechnik daran hat.

  • 300 Medtech-Firmen im Cluster Innov’ Health in und um Besançon
  • Blutanalyseautomaten, Zahntechnik, Orthopädie und Ophthalmologie

Mikropumpen zur Behandlung von Herzinsuffizienz, Implantate aus Biomaterialien, 3D-gedruckte Hautstücke – so könnte die Medizintechnik der Zukunft aussehen. Ebenfalls erwähnenswert sind Keramikimplantate, die Antibiotika an ein präzises Ziel abgeben, Nanobots, die im Blut schwimmen, oder Mikroteleskope zur Behandlung von Sehbehinderungen. Was diese unterschiedlichen Lösungen vereint? Sie alle basieren auf den Errungenschaften der Mikrotechnik, wie sie auf der Micronora 2018 in Besançon zu sehen sein werden.

Medizintechnik spielt auf der Micronora eine zentrale Rolle

Aussteller der Micronora ist beispielsweise die Firma Cryla. Der mittelständische Hersteller mikrotechnischer Bauteile und Baugruppen ist nicht weit von Besançon angesiedelt und Mitglied im Cluster Innov’ Health. Insgesamt gehören rund 300 Unternehmen dem Cluster in der Region Bourgogne-Franche-Comté an – kein Wunder also, dass Medizintechnik auf der Messe eine zentrale Rolle spielt. Zu den Fertigungskompetenzen von Cryla gehören das Stanzen, Mikroschweißen, die Präzisionsbearbeitung, Montage oder auch der Kunststoffspritzguss. Außerdem bietet der Mittelständler auch Entwicklungsdienstleistungen an. „Wir haben 2017 erheblich investiert, beispielsweise in unseren Reinraum“, verrät Thierry Lezenven, Generaldirektor von Cryla.

Andere Cluster-Mitglieder leisten Außergewöhnliches bei der Entwicklung von Fertigungslösungen für die Medizinindustrie. Beispielsweise Diamac, ein mittelständisches Unternehmen, das auf die Herstellung von Schneidinstrumenten sowie die dazugehörigen Hilfsinstrumente spezialisiert ist. Diese werden für die spanende Bearbeitung von Gelenkprothesen und traumatologischen und orthopädischen Implantaten im biomedizinischen Bereich eingesetzt.

Zum Service von Diamac gehört die technische Begleitung seiner Kunden vor Ort, um beispielsweise die Produktivität bei der Herstellung dieser Instrumente oder Implantate zu erhöhen. Zu den Produkten von Diamac gehören komplexe Einheiten, wie Wirbelköpfe mit Wendeplatten oder mobile Karbidmesser zur Bearbeitung von Knochengewindeschrauben, Monoblockwerkzeuge aus Karbid, Werkzeuge mit gelöteten Inserts aus Karbid, CBN oder PCD oder auch Werkzeuge mit auswechselbaren Wendeplatten.

Mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Uhrenherstellung ist Fralsen auch die Fertigung medizintechnischer Teile vertraut. Zum Portfolio gehören das Hochpräzisionsstanzen von Teilen mit einer Stärke von 10 μm bis 0,5 mm, das Automatendrehen von Teilen mit einem Durchmesser von 0,5 mm bis 16 mm, das Abwälzfräsen von Modulen von 0,05 bis 1 mm, der Kunststoffspritzguss ab 0,8 mg sowie die Endbearbeitung inklusive Wärmebehandlung, Galvanoplastik und Gleitschleifen.

Mikrotechnik hat entscheidenden Anteil am medizinischen Fortschritt

Auf ein ähnliches Konzept setzt Cheval Frères, eine Gesellschaft der IMI-Gruppe, die den gesamten Projektablauf vom Entwurf bis zur Realisierung abdeckt. Zudem bietet das Unternehmen Lösungen für die spanende Bearbeitung von metallischen und keramischen Werkstoffen sowie Verbundstoffen. Dieses Streben nach Perfektion ist auch bei Idmm angesagt, einem Spezialisten für die Hochpräzisionsbearbeitung von Bauteilen für Blutanalyseautomaten, Zahntechnik, Orthopädie und Ophthalmologie, sowie bei Grosperrin und Le Décolletage Jurassien, Unternehmen, die sich im Bereich des Stanzens und Tiefziehens von hochtechnischen Teilen beziehungsweise des Präzisionsautomatendrehens hervortun.

Ergänzendes zum Thema
 
Mikrotechnikforschung zur Herstellung von innovativen Medikamenten
Auch bei der Herstellung von Medikamenten sind die Produkte von Zulieferern aus dem Bereich Mikrotechnik von Bedeutung.

Natürlich können an dieser Stelle nicht alle Forschungsinitiativen und Medizintechnikzulieferer genannt werden, die auf der Micronora 2018 ausstellen. Wie zum Beispiel das für seine Chirurgieroboter bekannte Unternehmen Renishaw; oder aber Realmeca mit seinen Hochgeschwindigkeitsbearbeitungszentren. Erwähnenswert sind auch CG. Tec Injection, ein Spezialist für Mikrofluidik und Lab-on-chips, sowie Statice Santé, Dixi Medical und viele weitere. Ein Grund mehr also, ihnen kommenden September in Besançon einen Besuch abzustatten.

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