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Winzige Implantatgehäuse aus Saphir
Ein wichtiges Thema auch im Hinblick auf die individualisierte Medizin sind Implantate, für die das Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA (CSEM) neue nichtmetallische, miniaturisierte Gehäuse entwickelt hat. Diese besonderen „Verpackungen“ eröffnen der Implantatetechnik neue Möglichkeiten, weil sie in Bereichen des Körpers eingesetzt werden können, die bisher unzugänglich waren. „Die Herausforderung beginnt bereits mit den rauen Umgebungsbedingungen, denen die Implantate ausgesetzt sind. Dazu gehört der stark korrosive Charakter, der durch Oxidationskraft, pH-Wert, Temperatur sowie Ionenzusammensetzung und Proteinkonzentration im Körper gegeben ist“, beschrieb es Rony Jose James vom CSEM.
Zudem müssen die Implantate bioverträglich und biofunktionell sein, d.h. sie dürfen zum Beispiel nicht toxisch sein und sollen eine möglichst lange Lebenszeit aufweisen. Verschiedene Materialien, die aus der Mikroelektronik bekannt sind, wurden ins Kalkül gezogen, doch die Lösung besteht aus einem Saphir-Gehäuse, das winzige Abmessungen von 0,6 mal 0,6 mal 1,0 mm besitzt, aber Platz genug für Miniatursensoren bietet. „Es gibt eine breite Anwendungspalette, die von implantierbaren Mikrofonen im Mittelohr über das Aufspüren von Aneurysmen oder den Einsatz von Neurostimulations-Implantaten bis hin zum Überwachen von vitalen Lebensfunktionen im Herzen reicht“, so James.
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