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Siemens PLM Software

Die erste durchgängige Lösung für die additive Fertigung

| Redakteur: Peter Reinhardt

Siemens PLM Software stellt eine umfassende Lösung für die additive Fertigung vor. Diese erschließe erstmals das volle Potenzial der beginnenden Revolution dieser Fertigungsmethode. Ziel ist, für Fortschritte bei der additiven Fertigung zu sorgen und den 3D-Druck in der Teileproduktion Wirklichkeit werden zu lassen.

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Die neue Technologie von Siemens für Generatives Design und Simulation ermöglicht Topologieoptimierung für bessere Leistung und geringeres Gewicht: Das Bauteil links wurde für die herkömmliche Herstellung konstruiert. Die organisch geformte Variante rechts wurde für den 3D-Druck optimiert – mit reduziertem Gewicht bei gleicher Festigkeit.
Die neue Technologie von Siemens für Generatives Design und Simulation ermöglicht Topologieoptimierung für bessere Leistung und geringeres Gewicht: Das Bauteil links wurde für die herkömmliche Herstellung konstruiert. Die organisch geformte Variante rechts wurde für den 3D-Druck optimiert – mit reduziertem Gewicht bei gleicher Festigkeit.
(Bild: Siemens PLM)

Die neue Lösung wird ab Januar 2017 erhältlich sein und besteht aus integrierter Software für Konstruktion, Simulation, digitale Fertigung sowie Daten- und Prozessmanagement. Erstmals zu sehen ist sie vom 15. bis 18. November 2016 auf der Messe Formnext in Frankfurt. Mit dem Angebot können Unternehmen die Vorteile aktueller Technologie für die additive Fertigung nutzen.

Über alle Phasen hinweg intelligente Produktmodelle

Bei der neuen Lösung kommen über alle Phasen hinweg intelligente Produktmodelle zum Einsatz, ohne Daten zwischen Prozessen und Anwendungen konvertieren oder übersetzen zu müssen. Dadurch ist es möglich, ein generatives Design automatisiert zu erstellen – und zwar auf Basis neuer Funktionen für optimierte Topologien. So entstehen häufig organische Formen, auf die ein Konstrukteur von sich aus kaum käme und die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nur sehr kompliziert oder gar nicht zu fertigen wären.

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Diese Technologie in Kombination mit der neuen Software für additive Fertigung von Siemens könnte Unternehmen in die Lage versetzen, die Produktgestaltung völlig neu zu definieren und dadurch optimale Performance bei geringeren Kosten zu erreichen. Darüber hinaus könnte durch 3D-gedruckte, formoptimierte Bauteile die Anzahl der Teile in Baugruppen sinken. Das sorgt für geringeres Gewicht bei höherer Festigkeit. Im Endeffekt ergibt sich dadurch enormer Mehrwert die Medizintechnik, aber auch für Branchen wie den Automobilbau oder die Luftfahrtindustrie.

Das sagen Experten zu der neuen Lösung

  • Dr. Ken Versprille, Executive Consultant bei CIM Data: „Siemens PLM Software hat eine Vision, wie die additive Fertigung durchgängig zusammenpasst und setzt sie um. Das bringt die Branche weiter.“
  • Joachim Hoedtke, CEO der Hoedtke GmbH & Co. KG: „Um die additive Fertigung zu einem echten industriellen Herstellungsprozess zu machen, brauchen Produzenten eine nahtlose digitale Integration, die Konstruktion, Produktion und Automation umfasst. Dazu gehören auch die Kontrolle und Überwachung der Maschinenleistung.“
  • Tony Hemmelgarn, President und CEO von Siemens PLM Software: „Das ist nur der Anfang einer neuen Generation von Produktionsfunktionen. Siemens konzentriert sich darauf, Software-Technologie für einen optimierten, durchgängigen Prozess bereitzustellen. Werkzeuge wie Convergent Modeling, Topologieoptimierung und 3D-Druckvorbereitung wurden entwickelt, um die additive Fertigung auf ein industrielles Level zu heben.“

3D-Druck von Kunststoff- und Metallteilen

Zusätzlich zu neuen Softwaretechnologien für die additive Fertigung stellt Siemens auch eine neue Lösung zum Vorbereiten von 3D-Drucken für Kunststoff- und Metallteile vor. Sie verwendet dieselben intelligenten Produktmodelle, die schon in der Konstruktions- und Simulationsphase zum Einsatz kommen, um Änderungen an der Konstruktion zu automatisieren und den gesamten Prozess schlanker zu gestalten. Die neue Lösung unterstützt Operatoren beim Vorbereiten von Teilen für Pulverbett- und Multi-Jet-Modeling-Verfahren. Für Metallteile aus dem 3D-Drucker bietet NX Möglichkeiten, Teile für das Laserauftragsschweißen und die NC-Programmierung vorzubereiten.

Dazu gehört auch die Simulation hybrider additiver Maschinenwerkzeuge, die Metallauftrag und abtragende Verfahren in einer Maschine vereinen. Für extrudierte Werkstoffe, wie etwa Kunststoffe oder kohlefaserverstärktes Nylon, wurde eine neue Technologie für das Programmieren von robotergestütztem, mehrachsigem Auftragsschmelzen entwickelt. Sie wird derzeit in der Praxis erprobt. Nachdem die Teile gedruckt sind, kommt wieder das NX-System für NC-Vorgänge nach dem Druck zum Einsatz. Dazu gehört, die Entfernung von Hilfsstrukturen intuitiv zu programmieren, Präzisionsoberflächen maschinell zu erzeugen und andere Verarbeitungs- und Inspektionsvorgänge.

Weitere Artikel über Additive Manufacturing und 3D-Druck finden Sie in unserem Themenkanal Fertigung.

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