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Deutsche wollen digitalisiertes Gesundheitswesen

| Autor/ Redakteur: Ira Zahorsky / Julia Engelke

Die deutsche Bevölkerung wünscht sich, dass die Öffentliche Verwaltung die Digitalisierung des Gesundheitswesens zur Chefsache macht und das Thema mit mehr Tempo vorantreibt. Dies ergab die Studie „Digital Government Barometer 2018“ von Sopra Steria.

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Durch den Einsatz von Gesundheits-Apps sollen zeitaufwändige Arztbesuche vermieden werden.
Durch den Einsatz von Gesundheits-Apps sollen zeitaufwändige Arztbesuche vermieden werden.
(Bild: © brillianata - stock.adobe.com)
  • Gesundheitswesen auf Platz 2 der Prioritätenliste
  • BGM setzt Expertenteam ein
  • Digitalisierung im Gesundheitswesen soll bis 2021 vorangeschritten sein

Nicht nur bei der Digitalisierung von Behördengängen soll die Öffentliche Verwaltung einer Sopra-Steria-Umfrage zufolge Gas geben. Die Deutschen sehen in ihrer Prioritätenliste das Gesundheitswesen gleich an Platz 2. Von rund 1.000 befragten Deutschen will ein Drittel die bevorzugte Entwicklung und das Angebot von Online-Services für den Krankenfall. Vorteile sieht die Bevölkerung beispielsweise in Gesundheits-Apps, digitalen Diagnosetools und Teleberatung, womit zeitaufwändige Arztbesuche vermieden werden können. Auch bei Self-Service-Angeboten, wie der Online-Terminvereinbarung, sehen die Befragten noch Verbesserungspotenzial.

Politik sieht Handlungsbedarf

Um den Wünschen gerecht zu werden, will das Bundesgesundheitsministerium die Digitalisierung des Gesundheitswesens mit einem elfköpfigen Expertenteam verbessern. Innovationen sollen künftig schneller bei den Patienten ankommen. Bis 2021 soll außerdem jeder Versicherte einen elektronischen Medikationsplan, den Notfalldatensatz und die elektronische Patientenakte haben, so das ehrgeizige Ziel des Gremiums. Dazu soll im kommenden Jahr endlich die nötige Telematikinfrastruktur (TI) flächendeckend zur Verfügung stehen.

„Das komplexe Gesundheitssystem in Deutschland mit rund 2.000 Krankenhäusern, 118 gesetzlichen Krankenkassen, zirka 20.000 Apotheken, mehr als 200.000 Haus- und Fachärzten sowie Therapeuten und die 82 Millionen potenziellen Patienten digital optimal zu verbinden, ist keine leichte Aufgabe“, sagt Ronald de Jonge, Leiter Management Consulting Public Sector von Sopra Steria Consulting. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist das kürzlich vom Bundestag verabschiedete Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). Um u.a. die Zugriffsrechte der Patienten zu regeln, muss noch ein spezielles Digitalisierungsgesetz ausgearbeitet werden. Die vielen IT-Infrastrukturen aufeinander abzustimmen und Abläufe zu vereinfachen sind weitere Aufgaben. „Dazu kommt, dass Krankenhäuser als kritische Infrastrukturen besondere IT-Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen. Mit Abschluss dieser Arbeiten ist es absehbar, dass sich der Online-Leistungskatalog im Gesundheitssektor schnell füllen wird“, prognostiziert de Jonge.

Über die Studie

Sopra Steria veröffentlicht zum vierten Mal in Folge in Zusammenarbeit mit IPSOS eine Umfrage zur digitalen Transformation des öffentlichen Sektors. Die Umfrage wurde von IPSOS im Auftrag von Sopra Steria im Zeitraum 25. September und bis 3. Oktober 2018 durchgeführt. 5.001 Personen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und erstmals Spanien wurden nach Geschlecht, Alter, Beruf, Stadt und Region ausgewählt und online befragt.

Die Studie kann nach Registrierung kostenfrei heruntergeladen werden.

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Dieser Artikel ist zuerst erschienen im Themenkanal Healthcare auf unserem Schwesterportal www.egovernment-computing.de.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

Ira Zahorsky

Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS