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Coronavirus: Branchen-Ticker für die Medizintechnik Über 1 Mio. Euro für Lösung von Worst-Case-Szenario / #industryvsvirus schon über 700 Mitglieder

| Autor: Peter Reinhardt

Die „Give a Breath“-Challenge sucht in einem Worst-Case-Szenario Lösungen für eine dezentrale Notfallbeatmung von Covid-19-Patienten. Dafür steht ein Funding von über 1 Mio Euro zur Verfügung. Derweil haben sich in der Linkedin-Gruppe „Industry versus Virus“ schon über 700 Mitglieder zum branchenübergreifenden Austausch zusammengefunden.

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Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
Seit Mittwoch den 11.3.2020 betrachtet die Weltgesundheitsorganisation die Corona-Krise als Pandemie. Bleiben Sie mit dem Branchen-Ticker von Devicemed über das Geschehen in der Medizintechnik auf dem Laufenden.
(Bild: gemeinfrei / CC0)
  • Über 1 Mio. Euro für Lösung von Worst-Case-Szenario
  • Linkedin-Gruppe „Industry versus Virus“ schon über 700 Mitglieder
  • FDA-Schnellverfahren für Corona-Schnelltests
  • Display-Spezialist Distec bearbeitet Medtech-Aufträge bevorzugt
  • Corona-Krise drückt Stimmung in der Digitalbranche
  • Digitaler Thin[gk]athon: Supply Chain Management in Zeiten von Corona

Über 1 Mio. Euro für Lösung von Worst-Case-Szenario

[Mo 30.03.2020, 14:17] Munich Re und Fraunhofer laden gemeinsam zur zur Teilnahme an der „Give a Breath“-Challenge ein. Ziel ist, in einem Worst-Case-Szenario Lösungen für eine dezentrale Notfallbeatmung von Covid-19-Patienten zu finden. Es wurde ein weltweiter Aufruf zur Ideenfindung gestartet, um die besten 3D-druckbaren Designs/Blaudrucke zu ermitteln, die eine sofortige, dezentrale Produktion von Notfallbeatmungsgeräten ermöglichen. Weitere Herausforderungen sind das Design von Verbrauchsmaterialien wie Masken oder die Ausbildung und Schulung von medizinischem Ad-hoc-Personal. Die Challenge hat ein Funding von mindestens 1 Mio. Euro für den Preis und einen Realisierungsfonds. Zusätzliche Partner und Spender sind zum mitmachen eingeladen.

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Linkedin-Gruppe „Industry versus Virus“ schon über 700 Mitglieder

[Mo 30.03.2020, 12:25] #industryvsvirus – Gemeinsam schaffen wir Unglaubliches! Im Rahmen des Hackathons der Bundesregierung zur aktuellen Covid-19-Krise wird derzeit alles versucht OEMs aus der Automobilindustrie und deren Zulieferbetriebe mit Medizingeräteherstellern zusammenzubringen. Vordringliches Ziel ist, die Produktionskapazitäten für dringend benötigte Beatmungsmaschinen zu erhöhen. Auf Linkedin hat sich dafür eine Gruppe formiert, die die Kontaktaufnahme zwischen den verschiedenen Hersteller vereinfachen und schnelle unbürokratische Lösungen hervorbringen will. Mehr als 700 Experten sind dort schon registriert.

FDA-Schnellverfahren für Corona-Schnelltests

[Mo 30.03.2020, 11:43] Eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Coronavirus kommt entsprechenden Testverfahren zu. Das wird im Zuge der aktuellen Lage zunehmend deutlicher. Um hier schnelle Lösungen zu ermöglichen, wendet die US-amerikanische Food & Drug Administration (FDA) eine sogenannte Emergency Use Authorization (EUA) an. Nach diesem beschleunigten FDA-Schnellverfahren hat bereits vergangene Woche Cepheid – ein Unternehmen des Danaher Konzerns – die Zulassung für seinen Schnelltest „Xpert Xpress SARS-CoV-2“ erhalten, der auf mehr als 23.000 installierten „Gene Xpert“-Systemen von Cepheid weltweit binnen etwa 45 Minuten zuverlässige Ergebnisse liefert.

50 Displays für Beatmungsgeräte bevorzugt bearbeitet

[Mo 30.03.2020, 10:50] Eine Welle der Solidarität erfasst die Nation bei der Bekämpfung des Coronavirus. Ein aktuelles Beispiel dafür liefert die FirmaDistec, ihres Zeichens Hersteller von TFT Displays, wie sie in vielen Medizingeräten gebraucht werden. „Wir wollen helfen – und wir können helfen“, erklärt Betriebsleiter Andreas Krause. So habe man gerade einen Auftrag über Displays für 50 Beatmungsgeräte vorgezogen, um umgehend liefern zu können. Auch neue Aufträge aus der Medizintechnik würden priorisiert bearbeitet. „Sofern wir materialklar sind, können wir die Produktion umgehend starten“, so Krause. Von Vorteil ist dabei, dass die erforderlichen Prüf- und Freigabeprozesse für Medizinprodukte bei Distec geübte Praxis sind, sodass nicht nur schnell sondern, auch regularienkonform (ISO 9001) geliefert werden kann. info@distec.de

Corona-Krise drückt Stimmung in der Digitalbranche

[Mo 30.03.2020, 09:30] In der Digitalbranche hat sich das Geschäftsklima unter dem Eindruck der Corona-Krise im März stark eingetrübt. Jedes dritte Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche (31 Prozent) verzeichnete im März einen Nachfragerückgang. Während 55 Prozent der Unternehmen negative Folgen der Corona-Krise feststellten, berichteten 43 Prozent davon, dass die Pandemie keine Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit habe. Von den negativen Folgen sind in der Digitalbranche vor allem Industrie und Handel betroffen. Lediglich 3 Prozent bemerkten einen positiven Effekt. Das ist das Ergebnis der monatlichen Konjunkturumfrage von Bitkom und dem ifo Institut in der ITK-Branche. Dagegen sind digitale Gesundheitslösungen derzeit gefragt wie nie. Anbieter von Lösungen für die Telemedizin verzeichnen unisono erhebliches Wachstum.

Digitaler Thin[gk]athon: Supply Chain Management in Zeiten von Corona

[So 29.03.2020, 13:26] Der Smart Systems Hub – Enabling IoT, Dresden, nutzt den Digitalisierungsturbo, der Deutschland erfasst hat, und veranstaltet vom 1. bis 8. April 2020 seinen ersten digitalen Thin[gk]athon. Im Kern geht es um folgende: Frage: Wie lassen sich Lieferketten und Produktion in der Covid-19-Krise aufrechterhalten – unabhängig vom Standort oder einer bestimmten Branche? dafür gesucht werden:

  • Unternehmen (Challenge-Geber) mit Problemen, Fragestellungen und Herausforderungen rund um Lieferketten und Produktion, die sich mit Daten und IoT-Technologien lösen lassen. Willkommen sind auch Partner, die für den Thin[gk]athon (Test)-Daten oder Zugang zu Daten bereitstellen können.
  • Mentoren und Coaches, die die Entwicklerteams des Thin[gk]athon mit ihrer Expertise für Technologien oder Branchen-Know-how unterstützen wollen.
  • Software-Entwickler und IT-Experten,die sich als Lösungsfinder der Herausforderung des Thin[gk]athon stellen wollen.

Interessenten können sich noch bis 31. März 2020 bewerben. dafür hier klicken.

Abbotts Corona-Schnelltest erhält Zulassung für die USA

[Sa 28.03.2020, 15:07] Der US-Pharmakonzern Abbott hat die Marktzulassung für einen Coronavirus-Schnelltest in den USA erhalten. Das Melden verschiedene Medien. Demnach liefert der Schnelltest binnen 13 Minuten Ergebnisse und könne direkt vor Ort eingesetzt werden. Der Vertrieb soll bereits in der kommenden Woche starten. Geplant sei eine Ausbringung von 50.000 Tests pro Tag.

Software zur automatischen Erzeugung von Lungenoberflächenstrukturen in 3D

[Sa 28.03.2020, 10:38] Die Münchner Firma Hyperganic Technologies AG hat eine Software entwickelt, mit der sich druckfähige Geometrien erzeugen lassen. Diese ähneln den Flimmerhärchen in der Lunge, wodurch sich möglicherweise die Erzeugung von Gerüststrukturen vorantreiben lässt, die dann mit Lungenzellen bedeckt werden könnten, erklärt das Unternehmen. Um herauszufinden, ob diese Geometrien die Testverfahren für Covid-19-Medikamente verkürzen können, ist man nun auf der Suche nach Laboren und Forschungseinrichtungen, die über Bioprinter oder Gerüstdrucker verfügen sowie nach Bioprinting-Unternehmen, die Lösungen für die Erzeugung von lungenorganoiden Strukturen ermöglichen wollen (covid19@hyperganic.com).

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Hier treffen Ärzte und andere Mitarbeiter der Gesundheitswirtschaft auf Vertreter von Medizintechnikherstellern und -händlern sowie auf deren Dienstleister und Zulieferer.

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