EPFL

Biosensor überwacht den menschlichen Stoffwechsel aus der Ferne

| Redakteur: Hendrik Härter

Der Biosensor wird unter die Haut angebracht und misst nicht nur pH-Wert und Temperatur. Die Messwerte werden per Funk beispielsweise an ein Smartphone übertragen.
Der Biosensor wird unter die Haut angebracht und misst nicht nur pH-Wert und Temperatur. Die Messwerte werden per Funk beispielsweise an ein Smartphone übertragen. (EPFL)

Den Stoffwechsel überwachen: Ein spezieller Biochip soll künftig beim Menschen wichtige Daten auslesen und dies per Funk an ein Smartphone senden. Versuche an Mäusen waren bereits erfolgreich.

Er misst eine Kantenlänge von einem Zentimeter und besteht aus drei Komponenten: einen Schaltkreis aus sechs Sensoren, einer Steuereinheit und einer Funkeinheit: Der erste Biochip, der neben pH-Wert und Temperatur auch für den Stoffwechsel relevante Moleküle wie Glukose, Laktat und Cholesterin sowie verabreichte Medizin misst.

Entwickelt wurde der Baustein von der Schweizer Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, kurz EPFL. Der Chip wird unter die Haut gebracht und kann dank seiner Funkeinheit mit einem Smartphone kommunizieren. Damit ist der Chip ein wichtiges Hilfsmittel wenn es darum geht, regelmäßige Analysen über einen langen Zeitraum durchzuführen.

Energie bezieht der Chip über eine Induktionsspule und einer externen Batterie. Bewährt hat sich der Chip bereits an Mäuseversuchen. Die Moleküle von Glucose und Paracetamol konnten ohne Probleme durch den Käfig verfolgt werden. Der nächste Schritt ist der klinische Versuch am Menschen. Hier erwarten die Forscher, in drei bis fünf Jahren beginnen zu können.

Dabei wird der Chip minimal-invasiv unter die Haut eingesetzt, was die Test wesentlich vereinfacht. So würden in Zukunft Medikamente und Stoffwechsel in Echtzeit getrackt.

Dieser Artikel ist erschienen im Themenkanal Medizintechnik der Fachzeitschrift Elektronikpraxis.

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