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Biokompatibles Additiv verbessert Gleiteigenschaften von Kunststoffkomponenten

| Redakteur: Alexander Stark

Mit einem neuen biokompatiblen Additiv will Raumedic die Gleiteigenschaften seiner medizinischen Kunststoffkomponenten weiter verbessern. Die mechanischen und chemischen Charakteristika des Grundmaterials sollen dabei erhalten bleiben.

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Die neuen gleitoptimierten Komponenten wie diese Katheterschläuche bieten für die Medizintechnik großes Potenzial.
Die neuen gleitoptimierten Komponenten wie diese Katheterschläuche bieten für die Medizintechnik großes Potenzial.
(Bild: Raumedic)
  • Thermoplastprodukte mit verbesserten Gleiteigenschaften
  • Hilfsstoff ohne Auswirkungen auf Dimensionsstabilität, Flussrate und Zugfestigkeit
  • Verbesserungsmöglichkeiten insbesondere bei Katheterprodukten

Raumedic hat über ein halbes Jahr hinweg einen neuen Zusatzstoff in Verbindung mit einem Basispolymer getestet, um die Gleiteigenschaften von Kunststoffkomponenten zu verbessern. Der neue Werkstoff kann beispielsweise thermoplastischen Elastomeren, Polyamiden, Polystyrolen und Polyolefinen beigemischt werden. Bei diesen Materialkombinationen verringert sich der Reibungskoeffizient dem Hersteller zufolge erheblich. Dies resultiert in besseren Gleiteigenschaften. Dass der Hilfsstoff auf Parameter wie Dimensionsstabilität, Flussrate und Zugfestigkeit keine signifikanten Auswirkungen hat, zeigten Vergleichsprüfungen von Extrudaten mit und ohne Gleit-Additiv.

Auch röntgendichte Einstellungen und kundenspezifische Farbausführungen sollen mit dem Werkstoff möglich sein. Insbesondere bei seinen Katheterprodukte sieht das Unternehmen großes Verbesserungspotenzial, da sie sich dank der geringeren Gleitreibung leichter in den Körper einführen lassen. Außerdem können vorhandene Führungsdrähte laut Dr. Katharina Neumann, Leiterin der Abteilung Materialchemie bei Raumedic, einfacher gezogen werden.

Durch die neue Materialkombination könnten beispielsweise auch Spritzensysteme optimiert werden. Das Additiv eignet sich für alle Anwendungen, bei denen Kunststoff auf Kunststoff gut gleiten muss. Demzufolge stellten die Regionalanästhesie, Medikamentenapplikation und minimalinvasive Chirurgie mögliche Anwendungsfelder dar.

Die neue Materialkombination verspricht zudem Kostenvorteile, denn thermoplastisches PTFE ist vergleichsweise teuer. Das neue Compound könnte eine kostengünstigere Alternative bieten, so Neumann.Daher lohne in jedem Falle eine intensive Beschäftigung mit dem Material, bevor es an die eigentliche Produktentwicklung geht.

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