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Arburg 2K-Spritzguss für geringe Schussgewichte

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Die Firma PKT stellt Kunststoffteile für Injektionspens aus biokompatiblen Materialien her. Deren sogenannter Außenkörper wird im Zwei-Komponenten-Spritzguss gefertigt. Dafür wird elektrische Maschinentechnik von Arburg eingesetzt – aufgrund der geringen Schussgewichte eine Maschinen-Sonderlösung.

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Sonderlösung: Der elek- trische Allrounder 470 A arbeitet bei PKT in einer speziellen Ausführung mit zwei kleinen Spritzeinheiten der Größe 70, um die geringen Schussgewichte realisieren zu können.
Sonderlösung: Der elek- trische Allrounder 470 A arbeitet bei PKT in einer speziellen Ausführung mit zwei kleinen Spritzeinheiten der Größe 70, um die geringen Schussgewichte realisieren zu können.
(Bild: Arburg)

PKT fertigt alle erforderlichen Kunststoffteile für Injektionspens. Die gesamte Baugruppe besteht aus elf Elementen. Sie wird von PKT hergestellt, verpackt und über eine eigene Logistikzentrale ausgeliefert. Vier verschiedene Farben sowie Einzelbauteile in vier weiteren Geometrievarianten und die Herstellung in Werkzeugen mit vier bis 16 Kavitäten aus biokompatiblen Materialien führen zu etwa 100 Millionen Montagekombinationen.

Eines dieser Bauteile, der sogenannte Außenkörper, wird im Zwei-Komponenten-Verfahren gefertigt. Er vereint mehrere Funktionen: Zunächst erfüllt er eine Schutzfunktion für die innen liegenden Bauteile. Außerdem bildet er die Montageschnittstelle für weitere Elemente, beinhaltet aber auch eine Lupenfunktion für das im Inneren montierte Dosierelement mit gelaserter Dosierskala. Ebenso werden die optischen und haptischen Attribute der Pens durch den Außenkörper bestimmt. Neben den funktionalen Anforderungen an das Bauteil wurde schon während des Prozessdesigns deutlich, dass der Außenkörper auch in Bezug auf Ausbringung und Versorgungssicherheit der Pen-Systeme eine Schlüsselfunktion einnimmt. Nach Beratungen mit Arburg entschied sich PKT für einen elektrischen Zwei-Komponenten-Allrounder der Baureihe Alldrive – wegen der sehr geringen Schussgewichte eine Sonderlösung. Auch die Kombination Säulenabstand/Aggregatgröße ließ keine Standardmaschine zu.

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Synchronisierung der Maschinenbewegungen

Der Außenkörper besteht aus einer transparenten Polycarbonat-Komponente mit Lupenfunktion sowie einer überspritzten Außenkomponente aus pantonefarbenem PC/ABS-Blend mit Schussgewichten von 1,35 beziehungsweise 16,5 g. Produziert wird der Artikel auf einem elektrischen Allrounder vom Typ 470 mit 1.000 kN Schließkraft und zwei Spritzeinheiten der kleinsten Größe 70 in der klassischerweise üblichen Anordnung horizontal-vertikal.

Wichtig für kleinstmögliche Zykluszeiten gerade bei Mehrkomponenten-Anwendungen ist eine perfekte Synchronisierung der gesamten Maschinenbewegungen. Die hierfür verwendete Selogica-Steuerung ermöglicht dies durch eine individuelle Auswahl der Startbedingungen, die ein gutes Vorbereiten und Anfahren der Maschine erlauben. Um die komplette Produktionseinheit zu managen, genügt dem Anwender ein einziger Datensatz.

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