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Hohe Flexibilität beim Einrichten sowie hohe Sicherheit während der Fertigungsprozesse sind weitere Vorteile dieser Maschinenserie. Die Allrounder ist zudem schnell und präzise und auch noch energieeffizient. Geschlossene Antriebe und Spindelsysteme vermeiden dabei Staubbelastungen. Damit ist die Maschine gut zur Produktion in sauberer beziehungsweise in reiner Umgebung geeignet.
Werkzeugkonzept sichert Jahresausbringung
Das durch PKT entwickelte Werkzeugkonzept garantiert die geforderte Jahresausbringung sogar mit einer entsprechenden Reserve. Das 4+4+4-fach-Werkzeug ist mit einem Vollheißkanal und Nadelverschlusssystem ausgestattet. Hinzu kommen eine konturnahe Temperierung, ein massenträgheitsoptimiertes Indexplattenkonzept für schnelle Drehbewegungen und eine offene dritte Station zur Teileentnahme, wodurch die Zykluszeit um 8 bis 10 Prozent reduziert wird. Thomas Kaupp, Technischer Betriebsleiter bei PKT, erklärt: „Bei der Umsetzung des optischen Sichtfensters mit Lupenfunktion als Vorspritzling konnte im Bereich des Fensters nicht angespritzt werden. Wir haben den Anspritzpunkt so gestaltet, dass dieser durch den Fertigspritzling komplett verdeckt wird.“ Dies habe sich als schwierig herausgestellt, da der Fertig- im Vergleich zum Vorspritzling deutlich dünnwandiger und hierdurch die Anspritzsituation des Vorspritzlings noch kritischer geworden sei.
Diese Problematik konnte durch die Verwendung einer bauteilbedingt nicht notwendigen, zusätzlichen Hilfsgeometrie gelöst werden. „Durch die komplexe Innengeometrie des Fertigteils mit sehr engen Toleranzen und durch die Forderung nach absoluter Gratfreiheit war es notwendig, die gesamte Innengeometrie mittels zweier komplexer und sehr langer, dünnwandiger Schieber abzuformen, die gegen den radial auftretenden Spritzdruck nicht abgestützt werden konnten“, erläutert Kaupp weiter. Zudem musste die Kühl- beziehungsweise Temperiersituation des Werkzeugs auf die höchstmögliche Leistung ausgelegt werden, um die angestrebte Zykluszeit zu erreichen. Das war nur durch entsprechend aufwendige Löt- beziehungsweise Schweißtechniken erreichbar.
Das Konzept bezieht die Logistik mit ein
Nach der Entnahme der Fertigteile aus der offenen dritten Werkzeugstation werden sie auf einer Kühlstation zwischengelagert, bevor ein Scara-Roboter die Teile nach dem First-in-first-out-Prinzip von dort abholt und in Trays absetzt. Diese Trays werden in einer gekapselten Automationsanlage vereinzelt, bestückt und schließlich wieder gestapelt. Die so gefertigten Bauteile werden bereits prozessbegleitend entsprechend den AQL-Vorschriften vermessen und optisch beurteilt. In der Fertigung werden deshalb nur noch direkt nach der Entnahme der bestückten Trays kurze stichprobenartige Sichtprüfungen durchgeführt, bevor die Teile inline in PE-Folienbeutel mit Umkartonage verpackt werden. Die prozessnahen Begleitvorgänge verringern die Kontaminationsmöglichkeiten für die Produkte und vermeiden gleichzeitig die Gefahr von Verwechslungen – zwei nicht zu unterschätzende Vorteile. Im Versandbereich werden die Produktsortimente anschließend entsprechend der Abrufmenge kommissioniert und versandfertig palettiert.
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