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Rohstoffe
Wolfram treibt Werkzeugpreise in die Höhe

Ein Gastbeitrag von Plansee Group 4 min Lesedauer

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Ob Titan für Implantate, Kobalt-Chrom-Legierungen für Gelenkprothesen oder Nitinol für Stents und Führungsdrähte, für die Bearbeitung und den Einsatz von Materialien wie diese werden Hartmetallwerkzeuge zwingend benötigt. Aktuelle Entwicklungen bei Rohstoffpreisen belasten Medizintechnikhersteller. Wie können sie darauf reagieren?

Bohrer, Fräser und Verschleißteile aus Hartmetall sichern hohe Schnittgeschwindigkeiten, lange Standzeiten und stabile Prozesse in anspruchsvollen Fertigungsumgebungen.(Bild:  Ceratizit/Plansee Group)
Bohrer, Fräser und Verschleißteile aus Hartmetall sichern hohe Schnittgeschwindigkeiten, lange Standzeiten und stabile Prozesse in anspruchsvollen Fertigungsumgebungen.
(Bild: Ceratizit/Plansee Group)

Seit Anfang 2025 zieht das Preisniveau für Hartmetallwerkzeuge im Markt deutlich an – schneller und breiter, als viele Betriebe es in dieser Form kennen. Als grobe Orientierung aus aktuellen Marktbeobachtungen gelten Preisanstiege von rund 10 bis 15 Prozent bei Schneidwerkzeugen für die Zerspanung und Verschleißteilen für Industrieanwendungen; hier kommen je nach Produktgruppe und Liefermodell zusätzlich teils erhebliche Zuschläge von 60 bis 80 Prozent hinzu. Die Bandbreite bleibt groß, weil sich Preisanpassungen je nach Hersteller, Zeitpunkt und Produktfamilie unterscheiden. Auffällig ist v. a. die Taktung: Aufgrund der hohen Volatilität treffen nahezu täglich neue Ankündigungen zu Preissteigerungen ein.

„Der aktuelle Sprung bei den Werkzeugpreisen kommt v. a. von der Rohstoffseite – und dort heißt der Engpass Wolfram“, sagt Andreas Lackner, Sprecher des Vorstands von Ceratizit, einem Unternehmen der Plansee Group, des größten Wolframversorgers außerhalb Chinas. „Rund 65 Prozent des weltweit verarbeiteten Wolframs wird für Hartmetallwerkzeug benötigt.“