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Vorsprung durch Naming: Medizinische Innovationen richtig vermarkten

Von MA Alexander Stark 5 min Lesedauer

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Ob „M-Health“ oder „Internet of medical Things“ (IomT): Der Medizinmarkt ist im Umbruch und legt insbesondere in Digitalisierung und Technik eine Dynamik vor wie kaum eine andere Branche. Rasante Innovationszyklen und ein wettbewerbsintensives Umfeld – auch getrieben durch branchenfremde Anbieter – machen eine schnelle und effektive Vermarktung von Neuentwicklungen notwendig. Über Erfolg oder Misserfolg von innovativen Produkten und Anwendungen kann schon der Name entscheiden, besonders im Medizinprodukte- und OTC-Bereich. Doch bei der Namensfindung gibt es einiges zu beachten.

Wer ein innovatives Produkt auf den Markt bringen will, sollte sicherstellen, dass der geplante Name sympathisch, einprägsam und möglichst monopolisierbar, aber vor allem juristisch abgesichert ist.(Bild:  ©AliFuat - stock.adobe.com)
Wer ein innovatives Produkt auf den Markt bringen will, sollte sicherstellen, dass der geplante Name sympathisch, einprägsam und möglichst monopolisierbar, aber vor allem juristisch abgesichert ist.
(Bild: ©AliFuat - stock.adobe.com)

Wer verstanden werden will, muss die Sprache des Empfängers sprechen. Diese Marketing-Weisheit haben viele der Unternehmen beherzigt, die auf der Shortlist des „Healthcare Innovation World Cup“ der letzten Medica stehen. Ihre Produkte und Anwendungen heißen Heat-it, Goodsomnia, Dry Nights oder Pregnabit und implizieren schon per Name, worum es bei ihnen geht. „Aus Marketingsicht ein guter Schachzug, gerade bei Consumer-Anwendungen und für den OTC-Bereich“, meint Markus Lindlar, Geschäftsführer und Linguist der Naming-Agentur Nambos. „Denn die potenziellen Nutzer verstehen leicht, worum es geht, die Namen klingen sympathisch und sind einfach auszusprechen. Dann ist der nächste Schritt – der Kauf eines innovativen Medizinproduktes oder das Herunterladen einer medizinischen App – schnell gemacht.“ Je näher ein Produkt am Endverbraucher ist, desto freundlicher und sympathischer – also nicht zu technisch und medizinisch – sollte der Name wirken. Was Angst macht, kauft man nicht.

Beschreibende Namen werden nicht nur leichter verstanden, sie prägen sich außerdem schnell ein und lassen sich entsprechend einfach vermarkten. Ein Beispiel: Eine neue Spritze des Herstellers Schott verspricht eine bessere Medikamentenstabilität und eine sanftere Verabreichung. Dieser „sanfte“ Vorteil für den Patienten findet sich in dem von Nambos kreierten Namen In Jentle wieder. „Die sanfte Namensbedeutung wirkt positiv und nimmt die Angst vor dem nicht mehr so schlimmen Pikser“, so Markus Lindlar von Nambos.