Reichelt Chemietechnik

Vielseitig und widerstandsfähig: PVDF als Kunststoff in der Medizintechnik

| Redakteur: Alexander Stark

PVDF-Schläuche sind beständig gegenüber aggressiven Chemikalien, höheren Temperaturen und Witterungseinflüssen.
PVDF-Schläuche sind beständig gegenüber aggressiven Chemikalien, höheren Temperaturen und Witterungseinflüssen. (Bild: Reichelt)

In seinem Online-Magazin beleuchtet Reichelt Chemietechnik die Eigenschaften von des Kunststoffs Polyvinylidenfluorid. So zeichnet sich PVDF beispielsweise durch seine ausgezeichnete chemische Beständigkeit, hohe mechanische Festigkeit sowie physiologische Unbedenklichkeit aus.

  • PVDF ist heute das zweitwichtigste Fluorpolymer
  • Polyvinylidenfluorid verfügt über eine hohe Beständigkeit gegenüber vielen Chemikalien
  • Physiologische Unbedenklichkeit für den Einsatz in der Medizintechnik

Polyvinylidenfluorid, kurz PVDF, ist ein Polyfluorolefin, das unter dem Handelsnamen Kynar bekannt geworden ist. Neben seiner Beständigkeit gegenüber chemischen und mechanischen Einflüssen kann das Material zudem über einen breiten Temperaturbereich von -30 bis +150 °C verwendet werden. Darüber hinaus zeigt PVDF als einziger Kunststoff unter den Fluorpolymeren pyro-, ferro- und piezoelektrische Eigenschaften.

Die erste Synthese von Polyvinylidenfluorid erfolgte Anfang der 1960er durch die US-Firma Pennsalt Corporation. Heute ist PVDF zum zweitwichtigsten Fluorkunststoff avanciert: Allein im Jahr 2015 wurden weltweit 41.000 Tonnen produziert und als Halbzeuge, Schläuche oder Fertigteile auf den Markt gebracht. Lediglich Polytetrafluorethylen (PTFE) wird in noch größeren Mengen produziert.

Der enorme Bedarf bzw. der breite Anwendungsbereich lässt sich durch die positiven Materialeigenschaften erklären: PVDF weist eine sehr gute chemische Beständigkeit auf und trotzt auch Witterungseinflüssen sowie höheren Temperaturen. Es kann mit sehr hoher Reinheit hergestellt werden und ist physiologisch unbedenklich, kann also auch im Medizinbereich verwendet werden. Außerdem lässt sich der Werkstoff vielseitig bearbeiten, sowohl thermisch als auch mechanisch, was die Herstellung von geometrisch anspruchsvollen Bauteilen ermöglicht.

In welcher Form der Kunststoff verwendet wird, wie er synthetisiert wird und wieso PVDF eine Rolle bei der Entwicklung neuartiger elektronischer Speichermedien spielen könnte, erläutert Reichelt Chemietechnik in seinem Magazinartikel „PVDF - ein vielseitiger Kunststoff“.

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