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Actega TPE statt PVC

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Tropfkammern werden vornehmlich in der Infusions- und Transfusionstherapie eingesetzt. Mit einer Erweiterung des Provamed-Portfolios bietet Actega DS nun hochtransparente, lösemittelverklebbare TPE für Tropfkammern an.

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Transparenz ist bei Tropfkammern eine der Schlüsselanforderungen, damit eine einwandfreie optische Kontrolle der Tropfenfolge und eine schnelle und leichte Einstellung des Flüssigkeitsspiegels gewährleistet sind.
Transparenz ist bei Tropfkammern eine der Schlüsselanforderungen, damit eine einwandfreie optische Kontrolle der Tropfenfolge und eine schnelle und leichte Einstellung des Flüssigkeitsspiegels gewährleistet sind.
(Bild: ©Contrastwerkstatt - stock.adobe.com)
  • Tropfkammern aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken
  • TPE als Alternative zu PVC
  • Transparenz für eine einwandfreie optische Kontrolle
  • Lösung bei den Lösemitteln

Jedes Infusionssystem besteht aus Dorn, Tropfkammer, transparenter Infusionsleitung, Durchflussregler und einem Anschlusskonnektor. Durch die Tropfkammer kommt es zur regulierten Tropfenbildung der per Infusion verabreichten Flüssigkeit. Tropfkammern sind aus diesem Grund aus der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken und daher längst Artikel, die in sehr großen Stückzahlen produziert werden. Trotz hoher Anforderungen an die Produktsicherheit und Hygiene müssen sie sich wirtschaftlich herstellen lassen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine sichere Infusionstherapie ständig an. Letztlich auch, um die Gesundheit von Personal und Patienten sicherzustellen.

Alternative Werkstoffe

Um diesem Anforderungsprofil zu entsprechen, wird heute immer mehr auf alternative Werkstoffe anstelle des bislang häufig eingesetzten PVC gesetzt. Insbesondere in Bereichen, bei denen die Geräte Kontakt mit Körperflüssigkeiten haben, wie eben Infusionsgeräte, sind die Hersteller schon seit langer Zeit auf der Suche nach geeigneten Ersatzwerkstoffen für Tropfkammern und Schläuche. Mit TPE für die Medizintechnik generell, und für die hier vorgestellte Applikation speziell, ist man auf der sicheren Seite. Die Provamed-TPE-Produkte für Tropfkammern vereinen die Vorteile verschiedener alternativer Werkstoffe in sich. Die Materialien liefern eine sichere Lösung für die hohen Ansprüche an Performance und Sicherheit medizinischer Produkte und ermöglichen die Umsetzung komplexer Konstruktionen in elastische und transparente Produkte.

Für Tropfkammern wird neben absoluter gesundheitlicher Unbedenklichkeit eine ausgezeichnete Transparenz bei gleichzeitig ausgewogener Flexibilität und Steifigkeit gefordert.

Transparenz und Sterilisierbarkeit ein Muss

Transparenz ist eines der Schlüsselworte, damit eine einwandfreie optische Kontrolle der Tropfenfolge und eine schnelle und leichte Einstellung des Flüssigkeitsspiegels gewährleistet sind. Entsprechend wurden die Provamed-Rezepturen formuliert, die in allen Varianten hochtransparent sind.

Sterilisierbarkeit ist ein Muss und wird natürlich von den TPE erfüllt. Die in Bezug auf die Anwendung gängigen Sterilisationsverfahren mit Ethylenoxid (EtO) und Gammastrahlen werden ohne Beeinträchtigung der Materialeigenschaften und auch ohne Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der Klebstoffe zwischen Tropfkammer und Schlauch bestanden. Die Sterilisationsfähigkeit wurde bei einem externen, unabhängigen Unternehmen überprüft.

Lösemittel für die Verklebbarkeit

Und auch für den Aspekt der Verklebbarkeit der Tropfkammer mit dem Schlauch ist eine ausgezeichnete Lösung gefunden worden. Dies wurde in einer umfangreichen Testreihe mit den häufig eingesetzten Lösemitteln Tetrahydrofuran (THF) und Methylethylketon (MEK) überprüft.

Die Verklebbarkeit mit Cyclohexanon oder anderen Lösemitteln ist ebenfalls denkbar. Des Weiteren besitzen die Rezepturen das Potenzial, im wirtschaftlichen Zweikomponentenspritzguss verarbeitet zu werden, da die Produkte eine perfekte Haftung auf Polystyrol und ABS aufweisen.

Mit den Varianten hochtransparenter TPE für Tropfkammern hat Actega DS einen Grundstock für die individuelle Entwicklung von TPE-Rezepturen für diese Applikationen gelegt: Es gibt eine Fülle unterschiedlicher Varianten und Wandstärken, für die eine anwendungsorientierte Rezepturmodifikation entwickelt werden muss und kann.

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