Bürkert

Systemplattform für die Druck-Zeit-Dosierung

| Redakteur: Peter Reinhardt

Bei der Druck-Zeit-Dosierung wird das Medium aus einem Druckbehälter durch ein Ventil zur Dosiernadel gefördert. Dabei werden der Tankdruck und wenn nötig die Temperatur des Mediums präzise geregelt und andere Prozessparameter, wie die Viskosität, überwacht.
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Bei der Druck-Zeit-Dosierung wird das Medium aus einem Druckbehälter durch ein Ventil zur Dosiernadel gefördert. Dabei werden der Tankdruck und wenn nötig die Temperatur des Mediums präzise geregelt und andere Prozessparameter, wie die Viskosität, überwacht. (Bild: Bürkert)

Wenn in Medizin- oder Labortechnik, Pharmaindustrie oder Lebensmittelproduktion flüssige Medien präzise in kleinen und variierenden Mengen abgefüllt werden sollen, bietet sich oft die Druck-Zeit-Dosierung als flexible und hygienische Methode an.

  • Medienfluss wird durch Öffnen und Schließen des Ventils gesteuert
  • Fördermengen jederzeit im Bereich von wenigen µl bis zu mehreren ml variieren
  • Kompakte Einheiten, anschlussfertig, geprüft und mit den erforderlichen Zulassungen und Zertifikaten

Im Gegensatz zu mechanischen Pumpen stört bei der Druck-Zeit-Dosierung keine Mechanik den Fluss des Mediums. Weitere Vorteile: Verunreinigungen durch Abrieb sind nicht zu befürchten, und variable Mengen lassen sich mit hoher Reproduzierbarkeit dosieren. Basierend auf der Druck-Zeit-Dosierung hat Bürkert daher eine Systemplattform entwickelt. Als Kernstück lässt sich deren Druck-Zeit-Dosierkopf innerhalb kurzer Zeit an individuelle Anforderungen anpassen. Dabei unterstützt der Fluidik-Spezialist Bürkert Kunden von der Konzeption, Projektierung und Entwicklung bis zur Montage und Prüfung.

Nach einer verbindlich festgelegten Time-Line kommt die komplette Dosierlösung als kompakte Einheit anschlussfertig, geprüft und mit den erforderlichen Zulassungen und Zertifikaten zum Anwender. Bürkert kümmert sich um das komplette Fluidik-Management-System vom Eingang des Mediums bis zur Dosierstelle.

Präzise, schnell und flexibel

Bei der Druck-Zeit-Dosierung wird das Medium aus einem Druckbehälter durch ein Ventil zur Dosiernadel gefördert. Dabei werden der Tankdruck und wenn nötig die Temperatur des Mediums präzise geregelt, andere Prozessparameter wie die Viskosität überwacht und Strömungswiderstände berücksichtigt. Der Medienfluss wird durch Öffnen und Schließen des Ventils für eine definierte Zeit pro Schaltzyklus gesteuert. Hohe Dosiergeschwindigkeit ist so mit großer Dosiergenauigkeit kombiniert und zugleich wird eine hohe Reproduzierbarkeit und Wiederholgenauigkeit eingehalten. Dabei bleibt die Dosierung flexibel, denn über die Parameter Zeit und Druck lassen sich die Fördermengen jederzeit variieren. Im Bereich von wenigen µl bis zu mehreren ml sind dem System keine Grenzen gesetzt.

Mit dem Druck-Zeit-Dosieren lassen sich so sehr gleichmäßige Dosierungen realisieren, sodass zum Beispiel bei der Abfüllung von Blister-Verpackungen keine Spritzer entstehen, die später beim Verschließen Probleme bereiten könnten. Durch das vorgeschaltete Fluid-Management-System kann die Dosierung sogar weiterarbeiten, während der Druckvorratsbehälter nachgefüllt wird.

Bereit für Industrie 4.0

Den Datentransfer innerhalb des Dosiersystems übernimmt die Geräteplattform EDIP (Efficient Device Integration Platform), mit der sich alle elektronischen Bürkert-Geräte intelligent vernetzen lassen. Die durchgängige Kommunikation in der Anlage ist dann über ein beliebiges Bussystem möglich und die Weichen hinsichtlich Industrie 4.0 sind gestellt. Wenn ein Tank befüllt werden muss, können beispielsweise Bestellvorgänge automatisch ausgelöst werden. Druck, Temperatur, Filterzustände, Durchfluss und vieles mehr lassen sich auch aus der Ferne abfragen, Instandhaltungszyklen sind anpassbar und auch die Reinigung des Systems ist automatisch möglich, was die Stillstandszeiten auf das unbedingt Nötige reduziert.

Die Anwendungsgebiete der Druck-Zeit-Dosierung sind breit gefächert. Einsatzmöglichkeiten gibt es zum Beispiel bei Abfüllmaschinen in der Medizintechnik, bei Laboranalysen, in der Pharmazieproduktion, der Lebensmitteltechnik und auch im Konsumerbereich, wenn beispielsweise Feucht- oder Desinfektionstücher produziert werden.

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