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DAK Gesundheit

Sonnenbrand: Junge Erwachsene sind besonders betroffen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Vier von zehn Deutschen hatten im vergangenen Jahr mindestens einen Sonnenbrand. Besonders betroffen war die Gruppe der jungen Erwachsenen. Das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage* im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit. Von den 18- bis 29-Jährigen hatten sich 71 Prozent mindestens einmal in der Sonne verbrannt.

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Besser eincremen: Besonders junge Erwachsene waren im letzten Jahr von Sonnenbrand betroffen.
Besser eincremen: Besonders junge Erwachsene waren im letzten Jahr von Sonnenbrand betroffen.
(Bild: Gemeinfrei)

Es gab deutliche Unterschiede bei den einzelnen Altersgruppen: Die über 60-Jährigen hatten im vergangenen Jahr vergleichsweise selten einen Sonnenbrand, nämlich nur 16 Prozent. Von den 30- bis 44-Jährigen und insbesondere den unter 30-Jährigen waren hingegen überdurchschnittlich viele betroffen. Ein knappes Viertel der jungen Erwachsenen unter 30 hatte sogar mehrmals gerötete Haut. Regional betrachtet waren Sonnenbrände in Baden-Württemberg am häufigsten. Jeder Zweite hatte sich hier mindestens einmal verbrannt (49 Prozent). Am seltensten waren im Bundesvergleich Sonnenbrände in Nordrhein-Westfalen. Hier war nur ein Drittel betroffen (33 Prozent).

Sonnenbrände erhöhen das Hautkrebsrisiko

Die Mehrheit der Befragten verbindet mit einem Sonnenbrand vor allem Schmerzen (72 Prozent), aber auch Angst vor Hautkrebs (63 Prozent). „Die Menschen wissen, wie stark Sonnenbrände das Risiko für Hautkrebs erhöhen“, erklärt DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. „Aber gerade junge Menschen unterschätzen oft die Intensität der Strahlung.“ Für einen leichteren Sonnenbrand reichten je nach Hauttyp oft schon 20 Minuten in der Sonne, so Thomas.

Aufgefallen ist bei der Befragung, dass nur noch eine kleine Minderheit der Deutschen auf der Sonnenbank vorbräunt. Vor zwanzig Jahren hatten sich bei einer Forsa-Befragung im Auftrag der DAK-Gesundheit 13 Prozent zum Vorbräunen im Solarium bekannt, aktuell sind es nur noch drei Prozent. „Das ist ein positiver Trend“, so Thomas. Denn das Solarium könne den Eigenschutz der Haut nicht nennenswert erhöhen. „Die zusätzliche UV-Belastung schadet nur.“

Vor allem Männer verweigern die Sonnen-Creme

Laut Umfrage benutzt jeder sechste Deutsche (17 Prozent) praktisch nie ein Sonnenschutzprodukt, beispielsweise Sonnencreme oder -milch. Unter den Männern ist der Anteil der Creme-Verweigerer besonders hoch: 21 Prozent gegenüber 14 Prozent bei den Frauen. „Wer sich ohne UV-Schutz länger in der Sonne aufhält, schadet bewusst seiner Haut“, betont DAK-Ärztin Elisabeth Thomas. Sie empfiehlt, immer alle unbedeckten Körperstellen großzügig mit einer Sonnencreme einzucremen und dies mehrmals täglich zu wiederholen. Je heller der Hauttyp, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor sein.

Die DAK-Gesundheit fragte auch danach, was die Deutschen außer Cremen sonst noch zu ihrem Sonnenschutz tun. 70 Prozent verzichten auf intensives Sonnenbaden, 63 Prozent schützen sich durch Kleidung oder eine Kopfbedeckung und 36 Prozent vermeiden konsequent die Sonne in der Mittagszeit. 30 Prozent der Männer und 41 Prozent der Frauen hüten sich vor der besonders intensiven UV-Strahlung zur Tagesmitte.

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