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Wild Simultan geht’s schneller

Redakteur: Peter Reinhardt

Für Bruker Daltonik fertigt Wild ein vollautomatisiertes Pipettiersystem, das in Labors zur mikrobiologischen Routinediagnostik eingesetzt wird. Bereits bei der Entwicklung setzten Auftraggeber und -fertiger auf das erprobte Konzept des Simultaneous Engineering. Das garantiert eine schnelle Time-to-Market.

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Systempartner: Auch die Montage des neuen Pipettiersystems von Bruker Daltonik erfolgt durch den Auftragsfertiger Wild.
Systempartner: Auch die Montage des neuen Pipettiersystems von Bruker Daltonik erfolgt durch den Auftragsfertiger Wild.
(Bild: Wild)

Die Serienfertigung des neuen vollautomatisierten Pipettiersystems schließt die Projektplanung, Fertigung und Montage sowie Endtest und Service durch Wild als Systempartner für optomechatronische Komponenten, Baugruppen und Systeme ein. Eingesetzt wird das Pipettiersystem in einem Analyseworkflow, bei dem Bakterien anhand ihrer molekularen Fingerabdrücke identifiziert werden.

„Damit können Krankheitserreger wesentlich schneller als bisher identifiziert werden“, erklärt Dr. Martin Schürenberg, Projektleiter Entwicklung bei Bruker Daltonik. Das Gerät pipettiert kontaktlos und reduziert damit das Abfallvolumen der Labors erheblich. Sensoren überwachen den gesamten Arbeitsablauf. Sie prüfen zum Beispiel die Qualität und den Vorrat der Reagenzien, das Pipettiervolumen und die Luftfeuchtigkeit. Das sichert gleichbleibende Bedingungen.

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Simultaneous Engineering

Bei der Entstehung des vollautomatisierten Systems setzten der Kunde und Wild auf das bewährte Konzept des Simultaneous Engineering, bei dem beide längere Zeit räumlich zusammenarbeiteten. „Für uns ist diese Face-to-Face-Kooperation essentiell. Denn Wissen transferiert sich nicht ausschließlich über Zeichnungen, Spezifikationen, E-Mails und Telefonate, sondern auch über gemeinsam erlebte Erfahrungen und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, betont Schürenberg. Die Tatsache, dass sich das Entwicklungsteam des Kunden und das Fertigungsteam von Wild seit Jahren kennen, sei bei der Auftragserteilung ebenfalls ins Gewicht gefallen. „Personelle Kontinuität ist für uns ein Schlüssel für die erfolgreiche Entwicklung und Fertigung komplexer Hightech-Produkte“, so Schürenberg.

Schnelle Reaktionszeiten

Eine Anforderung, die dabei an Bedeutung gewinnt, ist die Geschwindigkeit. „Wild schafft es, neue Ideen und Varianten von Komponenten sehr rasch als Prototypen zu fertigen. Gerade in der Phase der Zusammenarbeit vor Ort ist dies besonders hilfreich“, betont Stefan Werkl, Leiter des Wild-Geschäftsbereichs Technische Optik.

Dieser Trend ist ganz allgemein erkennbar. „Wir stellen fest, dass Unternehmen für die Entwicklung komplexer Produkte oft mehr Zeit benötigen, als angekündigt. Bis zum Serienstart gibt es viele technische Änderungen. Trotzdem muss die Markteinführung zeitgerecht erfolgen. Ein gordischer Logistikknoten, den es zu lösen gilt“, so Dr. Josef Hackl, CEO der Wild-Gruppe.

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