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Siemens Healthineers startet mit 4,365 Mrd. Euro an der Frankfurter Börse

| Autor/ Redakteur: Kathrin Schäfer / Kathrin Schäfer

Siemens Healthineers hat heute mit der Handelsaufnahme ihrer Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse ihr erfolgreiches Börsendebüt gefeiert. Die Kapitalsumme bleibt zwar hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, aber der erste Börsenkurs notiert über dem finalen Platzierungspreis.

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Die Freude über den Börsengang ist CEO Bernd Montag anzusehen.
Die Freude über den Börsengang ist CEO Bernd Montag anzusehen.
( Bild: Siemens Healthineers )
  • Erster offizieller Kurs von 29,10 Euro über dem finalen Platzierungspreis
  • Erfolgreicher Börsengang mit Streubesitz von 15 Prozent

Viel war in den letzten Wochen spekuliert worden: Siemens mache beim Börsengang Abstriche, der Ausgabepreis der Aktien bleibe hinter den Erwartungen des Konzerns zurück, schrieb das Handelsblatt. Siemens hoffe auf 4,65 Mrd. Euro; mit dem Börsengang seiner Medizintechniktochter wolle der Industriekonzern seine finanziellen Mittel kräftig aufstocken, so die Einschätzung der Frankfurter Neuen Presse. Ursprünglich sei man sogar von weit mehr, nämlich von 10 Mrd. Euro ausgegangen. Die hochgesteckten Erwartungen könnten mit dem Börsengang also nicht erfüllt werden, glaubte man bei Börse Online zu wissen. Und die Frankfurter Allgemeine Zeitung fragte gar: Was taugen die neue Aktien?

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Seit dem heutigen Börsengang sind alle Spekulationen beendet: Mit 29,10 Euro pro Siemens-Healthineers-Aktie lag der erste Börsenkurs über dem finalen Platzierungspreis von 28,00 Euro. Insgesamt wurden 150.000.000 auf den Namen lautende Stammaktien (einschließlich Mehrzuteilungen) platziert, was einem Streubesitz von 15 Prozent entspricht. Das macht in Summe 4,365 Mrd. Euro.

Der Börsengang von Siemens Healthineers im Video der Deutschen Böse – unbedingt anschauen!

„Wir sind stolz und freuen uns, diesen wichtigen Meilenstein erreicht zu haben. Mit der erfolgreichen Notierung sind wir noch besser als zuvor positioniert: Als ein unabhängiger Weltmarktführer in der Gesundheitsbranche und Innovationsführer mit einer klaren Strategie, um die Chancen unseres sich wandelnden Marktes zu nutzen, verfügen wir über die Stärke, die Zukunft des Gesundheitswesens mitzugestalten”, sagte Bernd Montag, CEO von Siemens Healthineers. „Durch die Börsennotierung erhalten wir die notwendige unternehmerische Flexibilität, um das Fundament für weiteres Wachstum zu legen. Mit der Siemens AG haben wir zudem einen engagierten, langfristigen Mehrheitsaktionär an Bord, der unsere Strategie und Wachstumspläne voll unterstützt.“

Der weltweite Umsatz von Siemens im Bereich Medizintechnik und Healthcare betrug 2017 rund 14,22 Mrd. Euro.
Der weltweite Umsatz von Siemens im Bereich Medizintechnik und Healthcare betrug 2017 rund 14,22 Mrd. Euro.
( Bild: Siemens / Statista )

Siemens AG hält weiterhin 85 Prozent der Anteile

Bei voller Ausübung der Greenshoe-Option hält die Siemens AG nach dem Börsengang einen Anteil von 85 Prozent an Siemens Healthineers. Um den Aktienhandel symbolisch zu eröffnen, läuteten Michael Sen, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Siemens Healthineers und Mitglied des Vorstands der Siemens AG sowie die Geschäftsleitung von Siemens Healthineers – CEO Bernd Montag, CFO Jochen Schmitz und Vorstandsmitglied Michael Reitermann – die Glocke auf dem Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse.

Mit seiner Strategie 2025 hat Siemens Healthineers die Weichen für die Zukunft gestellt. Das Unternehmen sieht sich gut aufgestellt, um den Paradigmenwechsel und die strukturellen Wachstumschancen im Gesundheitswesen zu nutzen. Um seinen Erfolg mit Investoren zu teilen, plant Siemens Healthineers eine Dividendenausschüttungsquote zwischen 50 und 60 Prozent auf Basis seines Nettoertrages.

Privatanlegern wurden, auf Basis der bei Konsortialbanken abgegebenen Orders, rund 7,6 Prozent des Platzierungsvolumens von insgesamt 150.000.000 Aktien (einschließlich der 19.565.217 Aktien im Rahmen einer Mehrzuteilung) zugeteilt. Aufgrund der Überzeichnung des Angebots konnten bei der Zuteilung nicht sämtliche Kaufangebote von Privatanlegern berücksichtigt werden.

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