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IVAM Fachverand für Mikrotechnik Sensortechnik für Wearables, Mikro- und Nanobeschichtung, Mikrofluidik und vieles mehr

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Der Gemeinschaftsstand des IVAM Fachverbands für Mikrotechnik ist seit Langem fester Bestandteil des Angebots in Halle 8a. Seine Aussteller vertreten Schlüsseltechnologien für die Medizintechnik, darunter die Mikrotechnik, Nanotechnik, Photonik und neue Materialien. Einige der diesjährigen Aussteller adressieren mit ihrem Angebot neue Medizintechnikprodukte wie die vielzitierten Wearables.

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Zusätzlich zum Produktmarkt organisiert IVAM auch das Compamed High-Tech Forum in Halle 8a. Es gibt Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsprozesse, die den ausgestellten Verfahren und Produkten zugrunde liegen.
Zusätzlich zum Produktmarkt organisiert IVAM auch das Compamed High-Tech Forum in Halle 8a. Es gibt Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsprozesse, die den ausgestellten Verfahren und Produkten zugrunde liegen.
(Bild: Constanze Tillmann / Messe Düsseldorf)

Zu ihnen zählt die Aceos GmbH, die Gassensoren für diagnostische und therapeutische Medizinprodukte entwickelt und produziert. Aceos stellt auf der Messe eine Neuentwicklung vor: Der ACE-O2 ist ein polymerbasierter „kalter“ Sauerstoffsensor. Er ist präzise und schnell, klein und leicht, verfügt über einen niedrigen Energieverbrauch und einen Messbereich bis zu 100 Vol.-% O2. Daher ist der Sensor geeignet für den Einsatz in Wearables, kardiorespiratorischen Anwendungen, Belastungstests, indirekter Kalorimetrie, Patientenüberwachung und Intensivmedizin (ICU).

Autarke Kraftsensorschuheinlagen für eine akustische Ganganalyse

Auch industrienahe Forschungsinstitute sind traditionell auf dem Produktmarkt vertreten. Das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie ISIT erforscht und fertigt Bauelemente und Systeme der Mikroelektronik und der Mikrosystemtechnik. Im Geschäftsfeld „Wearables und gedruckte Elektronik“ werden Produkte für Sport-, Medizin-, Sicherheits- und Automotive-Anwendungen entwickelt. Konkrete Beispiele sind autarke Kraftsensorschuheinlagen für akustische Ganganalyse oder hybride Elektroniksysteme für das Körpermonitoring.

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SCS – Specialty Coating Systems stellt dieses Jahr wieder auf der Compamed aus. Das Parylene des US-amerikanischen Unternehmens verfügt über ausgesprochen gute dielektrische Eigenschaften sowie über exzellente Barriere-Eigenschaften gegen Feuchte, chemische Einflüsse und Gase und ist sowohl biokompatibel als auch biostabil. Als ultra-dünne und absolut konforme Beschichtung findet Parylene Anwendung in der modernen Medizintechnik von morgen.

Das Messe-Highlight des Fraunhofer ICT-IMM ist das CTCelect-System, eine Plattformtechnologie für Liquid-Biopsy-Probenprozessierung und -analyse. Es dient hauptsächlich der Isolierung und Einzelzell-Anreicherung für Next-Generation-Sequencing-Analysen der einzelnen CTCs. Des Weiteren wird Simplex vorgestellt, eine mobile, autonom arbeitende Plattform für die patientennahe Diagnostik von Influenza. Mit dieser kann neben dem Infektionsstatus des Patienten auch der Subtyp des Influenzavirus bestimmt werden. Abgerundet wird das Portfolio durch weitere mikrofluidische Komponenten.

Der Litho-Prof-3D von Multiphoton Optics ist ein Tool für die ultrapräzise Materialbearbeitung – additive und subtraktive Fertigung mit höchster Präzision. Er gestattet eine Vielzahl von Prozessen, die problemlos in klassische Prozessketten integrierbar sind. Das flexible Software-Paket Litho-Soft-3D ist sowohl für den Litho-Prof-3D als auch als Software für GCode-kompatible Produktionsanlagen auch für anspruchsvolle Strukturierungsaufträge geeignet. Die Welt der hochpräzisen 3D-Fertigung ermöglicht innovative Produkte für Internet of Things, Industrie 4.0 und die Biomedizin.

Wissensaustausch und Unterstützung bei gemeinschaftlichen Projekten

Übrigens, zu den zentralen Aufgaben von IVAM gehört es, seine Mitglieder beim Wissensaustausch, bei gemeinschaftlichen Projekten und beim Aufbau von Kontakten untereinander und mit potenziellen Kunden zu unterstützen. Zusätzlich zum Produktmarkt organisiert der Verband deshalb auch das Compamed High-Tech Forum in Halle 8a. Es gibt Einblicke in die Forschungs- und Entwicklungsprozesse, die den ausgestellten Verfahren und Produkten zugrunde liegen. Neben Technologie-Trends der Branche werden für die Medizintechnik relevante Auslandsmärkte unter die Lupe genommen. In diesem Jahr wird es eine deutsch-japanische Session geben, in der die Zulassung von Medizinprodukten auf dem deutschen und japanischen Markt vorgestellt wird.

Compamed 2016: Halle 8a

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