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Rehabilitation von Schlaganfallpatienten Selbststabilisierendes Exoskelett erlaubt freihändiges Gehen

Quelle: Pressemitteilung Wandercraft 2 min Lesedauer

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Zahlen von 2017 zeigen, dass in Europa jedes Jahr mehr als eine Million Menschen einen Schlaganfall erleiden. Nach einem Schlaganfall ist die Mobilität des Patienten meist stark beeinträchtigt. Ein selbststabilisierendes Exoskelett verbessert die Rehabilitationschancen und ermöglicht ein frühzeitiges, intensives Gangtraining.

Selbststabilisiert: Mit dem Atalante-Exoskeletts können sich Schlaganfallpatienten ohne Hilfsmittel in mehrere Richtungen bewegen.(Bild:  Wandercraft)
Selbststabilisiert: Mit dem Atalante-Exoskeletts können sich Schlaganfallpatienten ohne Hilfsmittel in mehrere Richtungen bewegen.
(Bild: Wandercraft)

Nach einem Schlaganfall kämpfen Überlebende meist mit ernsthaften neurologischen Ausfällen und Lähmungen, besonders die Extremitäten sind oft betroffen. Hier setzen Exoskelette an, mit deren Hilfe Schlaganfallpatienten Bewegungen trotz dauerhafter Lähmung ausführen können. Auch bei einer möglichen Rehabilitation können Exoskelette entscheidend unterstützen.

Der französische Hersteller Wandercraft hat Anfang des Jahres von der US-amerikanischen FDA (Food and Drug Administration) die Zulassung für den Einsatz seines selbststabilisierenden Gangtraining-Exoskeletts Atalante X in der Schlaganfall-Rehabilitation erhalten. Dieses Exoskelett ermöglicht es Patienten mit schweren Gehbehinderungen, einschließlich solcher mit Funktionsstörungen der oberen Extremitäten oder kognitiven Einschränkungen, aufzustehen und zu gehen – und dies sogar „Hands-Free“, also ohne Steuerung durch die Hände.

Stabilität für optimales Gangtraining

Dank seiner Technologie zur Selbststabilisierung ermöglicht Atalante X die Durchführung vielfältiger Aufgaben und fördert gleichzeitig die kognitive Beteiligung in jeder Einheit. Das Exoskelett wurde mit dem Ziel entwickelt, das Gleichgewicht der Patienten in aufrechter Position zu halten und Übungen zur Stärkung der unteren Gliedmaßen, des Rumpfes und der oberen Gliedmaßen sicher durchzuführen.

Seit 2020 hat das französische Unternehmen bereits 22 Exemplare seines Exoskeletts in klinischen Einrichtungen und fünf weitere in anderen Forschungseinrichtungen eingesetzt. Das Jahr 2022 brachte ein großes Wachstum für die Technologie mit sich: Wandercraft berichtet von mehr als 330 behandelten Patienten und zwölf eingesetzten Exoskeletten.

Das Atalante-Exoskelett erlaubt sicheres Gangschul-Training für Schlaganfallpatienten.(Bild:  Wandercraft)
Das Atalante-Exoskelett erlaubt sicheres Gangschul-Training für Schlaganfallpatienten.
(Bild: Wandercraft)

Seit 2019 trägt das Atalante-Exoskelett die CE-Kennzeichnung und wurde bereits in mehreren europäischen Rehabilitationskliniken zur Behandlung von Hunderten von Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen eingesetzt. Durch seine Selbststabilisierungsfunktion können sich Patienten ohne Hilfsmittel in mehrere Richtungen bewegen. Sie bietet zudem einen dynamischen Gleichgewichtsmodus, der laut Herstellerangaben auf dem Markt sonst nicht verfügbar ist.

Das Exoskelett fördert die frühzeitige Behandlung von Patienten mit schweren Gehstörungen und begleitet sie bei ihren ersten Schritten mit einem selbststabilisierenden und individuell anpassbaren Gehmuster. Bei den ersten Anwendungen beginnen die Patienten mit einem Gang mit kleinen Schritten und bekommen dadurch die nötige Sicherheit, im Laufe der Zeit ein natürlicheres Gehmuster zu entwickeln.

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