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Den Trend zur Automatisierung kann der Maschinenhändler Dreher nur bestätigen. Bisher seien rund 20 Prozent der von ihm ausgelieferten Maschinen automatisiert. „Binnen fünf Jahren dürfte die Hälfte aller Neuanschaffungen für die Medizintechnik automatisiert sein“, so Dreher. Mit Weitsicht hat er schon auf einer Hausmesse vor zehn Jahren auch den Kuhn’schen Blick für die Automatisierung geschärft. Schließlich geht es nicht alleine darum, maschinell zu fertigen, sondern die Maschinen müssen auch ausgelastet werden. „Und dafür bringen Roboter hervorragende Charaktereigenschaften mit“, ergänzt Kuhn.
Roboter steigern die Produktivität
Die jüngst in Betrieb genommene „VF3“ schließt bei Kuhn die bisher klaffende Lücke zwischen kleinen Bearbeitungszentren für filigrane Medizintechnikteile und der 5-Achs-Bearbeitung mit großem Arbeitsraum. Damit kann Kuhn nun beispielsweise auch Knochenstanzen fertigen. „Und das in einer, statt wie bisher in acht Aufspannungen“, nennt Dreher einen entscheidenden Vorteil, der dazu beiträgt, dass die Ausschussrate signifikant sinkt.
Etwa zeitgleich mit Inbetriebnahme des Bearbeitungszentrums „VF3“ wurde eine vorhandene „VF2“ um eine Automatisierungszelle mit Schubladensystem für die Be- und Entladung erweitert (Bild 2). Deren integrierter Kleinteileroboter sei dank Touch-Panel so einfach zu bedienen wie ein MP3-Player, so Dreher. Insgesamt verfügt Kuhn über drei „VF2“-Bearbeitungsstationen: die jüngst automatisierte, eine konventionell betriebene und eine schon zuvor um einen Roboter ergänzte für die paarweise Bearbeitung von Griff- und Maulteilen.
Auf ihnen allen wird gefräst, gebohrt, gewindegeschnitten und gesenkt. Besonders produktiv sind selbstredend die automatisierten Bearbeitungsstationen, deren Arbeitszeit nicht nach acht Stunden endet. Für mannlosen Betrieb sind sie mit Werkzeugwechselsystemen und Werkzeugbruchüberwachung ausgestattet.
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