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PFAS
PFAS-Regulierung: Neue Allrounder gesucht

Ein Gastbeitrag von Dr. Christina Reufsteck* 5 min Lesedauer

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Sie sind die Multitalente unter den Materialien – per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) widerstehen Hitze, Flüssigkeiten und Fett. Deshalb werden sie in vielen Medizinprodukten wie etwa Kathetern eingesetzt. Doch weil sie als so genannte Ewigkeitschemikalien über Jahrzehnte in der Umwelt verbleiben, ist ihre EU-weite Beschränkung recht wahrscheinlich. Hersteller sollten bereits jetzt Alternativen finden.

PFAS eignen sich ideal für Katheter und Endoskope, weil sie besonders wenig Reibung auslösen. (Bild:  Iuliia Alekseeva - stock.adobe.com)
PFAS eignen sich ideal für Katheter und Endoskope, weil sie besonders wenig Reibung auslösen.
(Bild: Iuliia Alekseeva - stock.adobe.com)

Rund 15.000 synthetische, also künstlich hergestellte, Materialien werden als PFAS bezeichnet. Ihnen gemeinsam ist, dass ihre molekulare Struktur eine Bindung der Elemente Kohlenstoff und Fluor enthält. Zu den PFAS zählen etwa Stoffe, die unter ihren Markennamen Teflon oder Goretex bekannt sind. Man findet sie als Pfannenbeschichtung, in Textilien, Feuerlöschschäumen, Lebensmittelverpackungen und Kettenfett.

Auch viele Medizinprodukte sind mit PFAS beschichtet, weil diese die idealen Eigenschaften mitbringen: PFAS reagieren nur schwer mit anderen Substanzen, Hitze oder Flüssigkeiten machen ihnen nichts aus. Deshalb kommen sie bevorzugt für langlebige Implantate wie Stents oder Herzschrittmacher zum Einsatz. Auch in Filtern, Dichtungen und Schläuchen von Dialysegeräten sind sie enthalten. PFAS eignen sich zudem ideal für Katheter und Endoskope, weil sie besonders wenig Reibung auslösen. Diese Oberflächeneigenschaften machen sie wertvoll für minimalinvasive Eingriffe. Sie schonen die Patienten und sind dadurch auch kosteneffizient für das Gesundheitssystem. Außerdem können PFAS auch gegenüber aggressiven Reinigungs- oder Sterilisationsprozessen resistent sein.