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Heraeus Innovationspreise 2015 Neue Technik zur Miniaturisierung medizinischer Implantate

| Redakteur: Peter Reinhardt

Der Heraeus Innovationspreis 2015 zeichnet eine neue Keramik-Platin-Komposite aus. Die Miniaturisierung in der Medizintechnik schreitet damit so weit voran, dass künftig auch Neugeborenen mit Implantaten geholfen werden kann.

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Mit der Cermet-Technologie können Implantate so weit miniaturisiert werden, dass künftig auch Säuglinge mit medizinischen Implantaten versorgt werden können.
Mit der Cermet-Technologie können Implantate so weit miniaturisiert werden, dass künftig auch Säuglinge mit medizinischen Implantaten versorgt werden können.
(Bild: Heraeus)

Die Gewinner des Konrad-Ruthardt-Preises für die „Beste Heraeus Innovation“ bei den diesjährigen Heraeus Innovationspreisen könnten das Design und die Möglichkeiten künftiger Implantate revolutionieren. Mit dem innovativen Materialsystem aus Keramik und Platin (Cermet) lassen sich kleinere, robustere und leistungsfähigere Medizinprodukte herstellen, da die elektrischen Verbindungen vom Implantat in den Körper deutlich verkleinert und signifikant kostengünstiger hergestellt werden können.

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Überlebenschancen und Lebensqualität von Säuglingen steigern

Die elektrischen Leiterbahnen dieser sogenannten Durchführungen sind mit 0,15 mm nur zweimal so dick wie ein menschliches Haar. Dadurch wird es in Zukunft möglich sein, Implantate so weit zu miniaturisieren, dass auch Säuglinge mit medizinischen Implantaten versorgt werden, was die Überlebenschancen und Lebensqualität der kleinen Patienten deutlich erhöht.

„Wir ermöglichen, dass in Zukunft Menschen von der Geburt an mit miniaturisierten medizinischen Implantaten versorgt werden können“, hebt Heraeus-CEO Jan Rinnert die Vorteile der Neuentwicklung hervor. „Die medizinischen Implantate, die mit der Cermet-Technologie produziert werden können, sind kleiner, leistungsfähiger und können mehr Funktionen integrieren“, so Rinnert weiter.

Cermet ermöglicht Technologiesprung

Für diesen Technologiesprung erhielt die Innovation zusätzlich den erstmals beim Heraeus Innovationspreis vergebenen „Customer Focus Award“. Kunden von Heraeus konnten für die aus ihrer Sicht wichtigste Innovation stimmen. Die Kunden-Jury entschied sich für die Cermet-Technologie nicht zuletzt, da diese revolutionäre Lösungen und völlig neue Anwendungen zur medizinischen Behandlung insbesondere im Bereich der Nervenstimulation im Gehirn ermöglichen könne. Mehr als drei Millionen medizinische Implantate werden jährlich zur Behandlung chronischer Erkrankungen wie Herzrhythmusstörungen, Parkinson, Hörverlust oder Blindheit eingesetzt.

Innovationen fest in der DNA von Heraeus verankern

CEO Rinnert zeigte sich bei der festlichen Preisverleihung vergangene Woche in Hanau beeindruckt von der Qualität der eingereichten Projekte und würdigte die herausragende Teamleistung der diesjährigen Finalisten. „Die Projekte beweisen einmal mehr, dass Innovation in unserer DNA fest verankert ist. Besonders freut mich das direkte Feedback unserer Kunden. Denn unsere Innovationen sollen unsere Kunden erfolgreicher machen. Und dazu werden unsere diesjährigen Top-Teams mit ihren großartigen Produkten und Prozessen entscheidend beitragen.“ Der Heraeus Innovationspreis wird seit 2003 verliehen. Fast 280 Innovationen wurden bislang eingereicht, insgesamt 43 prämiert.

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