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Vorhofflimmern behandeln

Nachwuchsforscher erhält Klee-Preis für neues Verfahren

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Weitere Daten zur Modellpersonalisierung lassen sich aus EKG-Messungen an der Körperoberfläche gewinnen. Allerdings verzerrt das Körpergewebe die elektrischen Signale aus dem Herzen auf dem Weg zur Körperoberfläche. Wie sich eine bestimmte Erregung des Herzens auf das Oberflächen-EKG auswirkt, lässt sich also nur mit möglichst genauer Kenntnis der elektrischen Leitfähigkeiten der einzelnen Gewebearten vorhersagen. Da diese von Mensch zu Mensch stark variieren, wurde in der Dissertation eine sehr effiziente Methode entwickelt, um aus wenigen Testsimulationen vorherzusagen, wie das EKG-Signal für verschiedene Kombinationen von Gewebeleitfähigkeiten aussieht.

Maßgeschneiderte Computermodelle

Eine wichtige Frage bei Computersimulationen ist außerdem die Wahl des passenden Simulationsansatzes. Detaillierte Modelle sind genau, aber sie erfordern eine lange Rechenzeit, einfache Modelle sind schnell aber oft zu ungenau. In seiner Arbeit schaffte es Frank Michael Weber, eine kürzlich für die Ventrikel beschriebene gute Kompromisslösung an die Vorhöfe anzupassen. Mit der neu entwickelten Methode könnte in Zukunft auch direkt die Anpassung des Computermodells an gemessene Patientendaten möglich werden.

Die Dissertation trägt damit wesentlich dazu bei, Computermodelle der Vorhöfe des Herzens für einzelne Patienten maßzuschneidern, um das Verständnis für die Ursachen von Vorhofflimmern und anderen Vorhofarrhythmien zu fördern und die Therapie zu verbessern. Außerdem macht sie deutlich, dass sich mit Hilfe von solchen Simulationen neue klinische Methoden entwickeln lassen, welche die Kardiologen direkt bei ihrer Arbeit unterstützen.

Kontakt:

VDE Verband der Elektrotechnik

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D-60596 Frankfurt am Main

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