France

Prozessinformationen nutzen Montage medizinischer Schläuche automatisieren

Quelle: Pressemitteilung Ernst Knoll Feinmechanik GmbH 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mechanisch optimiert für die Handhabung und Montage biegeschlaffer Teile: Mit dem selbst entwickelten Handling-Head setzt Knoll Feinmechanik eine ausgereifte Greifertechnologie in seinen Automatisierungslösungen ein. Dabei entstehende Prozessdaten lassen sich nutzen, um die automatisierten Vorgänge zu überwachen. Das ist notwendig, da auf den modularen Anlagen meist medizintechnische Produkte gefertigt werden. Diese Prozessinformationen können auch für die Validierung oder bei der Systemüberwachung von Nutzen sein.

Den Handling-Head von Knoll Feinmechanik gibt es  in unterschiedlichen Ausführungen; am abgebildeten  Fügeprozess beteiligt sind gut sichtbar ein Zentrier- und ein Montagegreifer.(Bild:  Ralf Killian/Knoll Feinmechanik GmbH)
Den Handling-Head von Knoll Feinmechanik gibt es in unterschiedlichen Ausführungen; am abgebildeten Fügeprozess beteiligt sind gut sichtbar ein Zentrier- und ein Montagegreifer.
(Bild: Ralf Killian/Knoll Feinmechanik GmbH)

Der Handling-Head von Knoll Feinmechanik ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich und verwendet bis zu drei Servomotoren, die unterschiedliche Bewegungen im Prozess steuern. Bei einem Fügevorgang wird beispielsweise das Ende eines biegeschlaffen medizinischen Schlauchs über eine starre Hülse geschoben. Das dauert nur Bruchteile einer Sekunde. Die Stromaufnahme der Servomotoren wird während des Fügens im Millisekunden-Bereich aufgezeichnet, sodass anschließend Messwert-Verlaufskurven zur Verfügung stehen. Sind genügend Kurven des fehlerfrei abgelaufenen Prozesses aufgezeichnet, lassen sich mittels KI oder statistischer Analyse Abweichungen erkennen. Zusammen mit den Bildern der in den Anlagen installierten Kameras lässt sich so jeder einzelne Fügeprozess überwachen und dokumentieren. „Damit stellen wir unseren Anwendern wichtige Daten zur Verfügung, die in der laufenden Produktion, zur Qualitätssicherung und Dokumentation notwendig sind“, sagt Simon Fey, Leiter Software & Controls bei Knoll Feinmechanik.

Sicherheit aus der Kombination von Daten

Aus den Prozessinformationen lässt sich so einiges herauslesen, was von Mehrwert ist. Bei einem Fügevorgang kann beispielsweise mittels des Drehmomentverlaufs und der Bilddokumentation die Einsteck- bzw. Montagetiefe überwacht werden. Ob alle notwendigen Komponenten zur Verfügung standen, wird auf dieselbe Art und Weise überwacht. So trivial letzteres klingt, so wichtig ist diese Information. Doch Sicherheit entsteht erst durch die Kombination der gesammelten Daten. Mit dem Drehmoment-Verlauf und dem Bild zusammen sind alle Informationen verfügbar, um während der Produktion IO und NIO voneinander zu unterscheiden. „Darüber hinaus können diese Daten schon im Vorfeld bei der Prozessvalidierung gemäß MDR unterstützen oder auch nach dem Inverkehrbringen zu Dokumentations- und Nachweiszwecken“, sagt Fey. „Wir verstehen uns in diesem Zusammenhang nicht nur als Anlagenbauer, sondern unterstützen und begleiten unsere Kunden gern auch in der Validierungsphase.“

Vom 24. bis 27. Juni 2025 präsentiert Knoll Feinmechanik auf der Automatica am Stand A4.218 in München seine Lösungen.

(ID:50405788)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung