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Aktuelle Studie Moderne Medizintechnik hilft Kosten sparen

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Mit einer aktuellen Studie weist der Branchenverband Spectaris einmal mehr auf das Einsparpotenzial moderner Medizintechnik hin. Finanzielle Einsparungen sind demnach bei gleichzeitiger Verbesserung des Patientennutzens erzielbar, so die These der Untersuchung, die während der „Medica“-Messe am 14. November offiziell vorgestellt wird.

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„Zu oft wird immer noch auf die reinen Anschaffungskosten von Medizintechnik geschaut. Dabei fehlt eine übergreifende, ganzheitliche Kostenbetrachtung des Behandlungsverlaufes“, Jan Wolter, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei Spectaris
„Zu oft wird immer noch auf die reinen Anschaffungskosten von Medizintechnik geschaut. Dabei fehlt eine übergreifende, ganzheitliche Kostenbetrachtung des Behandlungsverlaufes“, Jan Wolter, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei Spectaris
(Bild: Spectaris)

Die Studie richtet den Fokus auf den Patientennutzen und zeigt anhand konkreter Beispiele, dass Einsparungen und eine gleichzeitige Verbesserung des Patientennutzens nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen.

Behandlungs-, Personal- und Verwaltungskosten sparen

Die Produktbeispiele ermöglichen etwa zeitsparende und genauere Untersuchungen, schonendere Eingriffe oder eine Verkürzung der Behandlungsdauer und sie helfen dabei, Risiken deutlich zu vermindern und Zweiteingriffe zu vermeiden. Für die betroffenen Menschen erhöht sich dadurch die Lebensqualität deutlich. Gleichzeitig können durch innovative Produktlösungen Behandlungs- und Personalkosten gesenkt, Material gespart und durch die Optimierung von Prozessen Verwaltungsaufwendungen reduziert werden.

Die Behandlungsdauer verkürzen

So ermöglicht beispielsweise die intraoperative Radiotherapie von Carl Zeiss Meditec eine verkürzte und schonende Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs. Operation und Bestrahlung erfolgen in einer Prozedur, so dass sich die Gesamtbehandlungsdauer verkürzt und die Patientinnen schneller wieder zur „Normalität“ des täglichen Lebens zurückkehren können. Auf der anderen Seite könnte die Innovation helfen, mindestens 22 Millionen Euro jährlich einzusparen.

Investitionsstau im deutschen Gesundheitswesen

Nach Einschätzung von Spectaris werden diese Potenziale aber zu selten genutzt. Während das internationale Geschäft weiter an Bedeutung gewinnt und Medizintechnik „made in Germany“ weltweit ein hohes Ansehen genießt, stagniert das Inlandsgeschäft der deutschen Medizintechnikhersteller seit mehreren Jahren. Hauptgrund ist laut Verband ein Investitionsstau, vor allem im stationären Bereich: „Zu oft wird immer noch auf die reinen Anschaffungskosten von Medizintechnik geschaut. Dabei fehlt eine übergreifende, ganzheitliche Kostenbetrachtung des Behandlungsverlaufes“, so Jan Wolter, Leiter des Fachverbandes Medizintechnik bei Spectaris heute auf der Eröffnungspressekonferenz der „Medica“ in Düsseldorf. „Auch das Thema Patientennutzen muss noch stärker in den Mittelpunkt rücken“, so Wolter weiter.

Bereits in früheren Publikationen hat die Herausgebergemeinschaft der aktuellen Studie, bestehend aus Prof. Dr. Marc Kraft vom Fachgebiet Medizintechnik der TU Berlin, der Unternehmerberatung Droege Group sowie der Industrieverbände Spectaris und ZVEI, anhand von insgesamt fast 50 Produktbeispielen ein Einsparpotenzial in Höhe mehrerer Milliarden Euro nachgewiesen. Mehr Informationen zur Studienreihe sowie alle früheren Studien kann man einsehen unter www.einsparpotenzial-medizintechnik.de.

Kontakt:

Spectaris Industrieverband

D-10117 Berlin

www.spectaris.de

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