Compamed 2013

„Miniaturisierung ist ein Dauerbrenner“

| Autor / Redakteur: Autor | Joachim Schäfer / Kathrin Schäfer

Die Miniaturisierung bleibt ein Dauerbrenner auf der Compamed.
Die Miniaturisierung bleibt ein Dauerbrenner auf der Compamed. (Bild: Messe Düsseldorf/C. Tillmann)

Die Medizintechnik zählt zu den wachstumsstärksten Branchen überhaupt. Hiervon profitieren gleichermaßen Medizintechnik-Hersteller sowie ihre Zulieferunternehmen. Im Sinne einer effektiven und gleichsam ökonomischen Anwendung im medizinischen Alltag treiben sie die Entwicklung neuer Systeme und Produkte kooperativ voran. Das können Besucher vom 20. bis 22. November auf der Compamed in Düsseldorf erleben.

Im Zusammenspiel mit der parallel stattfindenden Medizinmesse Medica wird an einem Ort die gesamte Wertschöpfungskette für Medizintechnik thematisiert – vom einzelnen Bauteil über Messverfahren zur Qualitätsprüfung bis zum steril verpackten Endprodukt.

Zulieferer sind Partner für die Medtech-Industrie

Gleich ob es um neue Materialien und entsprechende Prozesse zu ihrer Be- und Verarbeitung geht, um die Miniaturisierung von Bauteilen, das Ersatzteilhandling über den gesamten Produktlebenszyklus oder aber die Auftragsfertigung kompletter Geräte, die Zulieferer präsentieren sich für die Medtech-Industrie als wertvolle Partner. Das findet jedes Jahr eindrucksvoll Bestätigung durch die Compamed – High tech solutions for medical technology in Düsseldorf, einer international führenden Markt- und Informationsplattform für die Zulieferer der medizintechnischen Fertigung.

Die Aussteller favorisieren die Compamed, weil sie hier auf die richtigen „Profis vom Fach“ treffen. Dafür stehen vor allem die 4.500 Aussteller der Medica, also die (potenziellen) Kunden der Zulieferer. Mit ihrem speziellen Profil spricht die Compamed dabei vorrangig Technische Einkäufer, Spezialisten aus den Bereichen Forschung, Entwicklung und Verpackung sowie Produktionsleiter, Konstrukteure oder etwa auch Verfahrensingenieure an. Für den internationalen Stellenwert spricht dabei, dass 60 Prozent der zuletzt regelmäßig rund 16.000 Besucher der Compamed aus anderen Ländern anreisten.

Kurze Innovationszyklen kennzeichnen die Branche

Und es ist geradezu ein Muss für jeden mit Produktentwicklung im Medizinbereich beschäftigten Spezialisten, sich kontinuierlich auf dem Laufenden zu halten. Denn der Innovationszyklus ist deutlich kürzer als in anderen Branchen. Die deutschen Medizintechnikhersteller erzielen mindestens ein Drittel ihres Umsatzes mit Produkten, die nicht einmal drei Jahre auf dem Markt eingeführt sind. Dabei handelt es sich weniger um komplett neue Geräte und Systeme, sondern vielfach geht es um die konsequente Produktverbesserung und Serviceoptimierung – im Sinne wirkungsvoller und zugleich effizienter Diagnose- und Behandlungsabläufe. Beispielhaft anzuführen sind die Bildfusion von unterschiedlichen Bildgebungsverfahren (etwa MRT und Ultraschall) in einem Gerät oder auch die Vereinfachung sowie Vereinheitlichung von Menüstrukturen und Benutzeroberflächen der Geräteparks in Kliniken und Praxen.

Miniaturisierung ist und bleibt ein wichtiges Thema

Hinsichtlich der Angebotstrends bleibt die Miniaturisierung ein Dauerbrennert – für Zulieferer und die Medizintechnik-Industrie gleichermaßen. Gerade wenn es um mobile Endgeräte geht, können die Bauteile nicht klein und leicht genug sein. So werden etwa bei der Compamed Kamera-Module mit Außenmaßen im Millimeter-Bereich präsentiert. Darin stecken Stereokameraköpfe für die 3D-Endoskopie, wie diese bei mikroinvasiven Operationen immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Die zunehmende Miniaturisierung von Bauteilen stellt unterdessen hohe Anforderungen an die Qualitätskontrolle, weshalb dieses Thema bei der Compamed stets viel Beachtung findet. Hier zeigen die Aussteller, dass mit ihren Lösungen zur Qualitätsüberprüfung, zum Beispiel mittels multisensorischer optischer und taktiler Messverfahren, sich selbst Normabweichungen im Mikro- und Nanobereich zuverlässig erfassen lassen. Bei der Compamed im vergangenen Jahr wurden sogar Maschinen „zum Kaputtmachen“ vorgestellt. Gleich ob Implantat, Stent, Verpackung oder Katheterschlauch, so eine „Kaputtmacher“-Maschine erlaubt Medizintechnik-Herstellern oder Entwicklungsfirmen eine ausgedehnte Belastungsprüfung im Zeitraffer und liefert damit im Sinne des Qualitätsversprechens neuer Produkte wertvolle Anhaltspunkte.

Identifikationscodes garantieren die Rückverfolgbarkeit

Neben der Qualitätskontrolle von Bauteilen ist die Qualitätssicherung in der Produktion ein bedeutsamer Aspekt, gerade in der Medizintechnik. Mittels versteckt aufgebrachter Identifikationscodes können sich Qualitätshersteller mit ihren Produkten vor Markenpiraterie schützen und zugleich markierte Bauteile lückenlos bis zum Datum ihrer Produktion zurückverfolgen. Das ist dank der ausgeklügelten Verfahren der Zulieferer selbst auf transparenten Materialien möglich.

Ergänzendes zum Thema
 
Wachstumsbranche Medizintechnik

Zwei Fachforen greifen Medizintechnik-Zuliefertrends auf

Mit Bezug dazu thematisieren auch zwei Foren relevante Medizintechnik-Zuliefertrends. Das Compamed High-Tech Forum des IVAM Fachverbandes für Mikrotechnik in Halle 8a legt den Schwerpunkt auf Mikrosystemtechnik, Nanotechnologien sowie Produktionstechnik und Prozesssteuerung. Beim Compamed Suppliers Forum der Fachzeitschrift Devicemed in Halle 8b zeigen unterdessen Referenten aus Unternehmen und Organisationen aktuelle Entwicklungen entlang der gesamten Prozesskette auf. Mechanische und elektronische Komponenten sind ebenso Gegenstand der Expertenvorträge wie innovative Werkstoffe und alle Arten der Auftragsfertigung.

Kontakt:

Joachim Schäfer, Geschäftsführer

Messe Düsseldorf GmbH

D-40474 Düsseldorf

www.compamed.de

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