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Workshop-Reihe Medizintechniker und Ärzte im Dialog

Die Workshop-Reihe "Einschnitte - Einblicke" greift verschiedene OP-Themen hautnah auf. Insbesondere für kleine Unternehmen ist sie die Chance, medizinische Bedürfnisse zu evaluieren und neue Ansätze zu diskutieren.

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Eine Aufgabe für Medizintechniker: Bei einer Wirbelsäulen-OP halten Sperrer das Operationsfeld frei. Wie kann verhindert werden, dass dabei Muskelgewebe zerstört wird?
Eine Aufgabe für Medizintechniker: Bei einer Wirbelsäulen-OP halten Sperrer das Operationsfeld frei. Wie kann verhindert werden, dass dabei Muskelgewebe zerstört wird?
(Bild: Michael Latz/Zeeb-Kommunikation/BioRegio Stern)

Die Workshops sind eine Kombination aus Live-OP-Übertragung sowie praktischen Übungen im OP des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik der Universität Tübingen. Dabei treffen Medizintechniker am OP-Tisch Ärztliche Direktoren und Oberärzte aus verschiedensten Fachrichtungen. Wenn die Mediziner am anatomischen Präparat beispielsweise die Implantation eines Kunstherzens durchführen, erfahren die Entwickler und Ingenieure von Medizintechnikunternehmen live den aktuellen medizinischen Bedarf von Ärzten. Welche Geräte sind zu unhandlich, welche Instrumente zu groß, welche Technik ist unvollständig? Was muss unbedingt noch entwickelt werden? Der offene Dialog soll die Teilnehmer zu neuen Ideen, Instrumenten und Verfahren für eine OP inspirieren. Die Workshop-Reihe wird vom Interuniversitären Zentrum für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) der Universitäten Tübingen und Stuttgart, der BioRegio Stern Management GmbH und dem Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. veranstaltet.

Die aktuelle Veranstaltung der Workshop-Reihe musste Ende Januar 2022 per Live-Stream übertragen werden. Ihr Schwerpunkt: Orthopädie – Chirurgie – Reha-Technologie. Wie die Veranstalter mitteilen, wurde u.a. am anatomischen Präparat eine Wirbelfraktur demonstriert, die mit Schrauben stabilisiert werden sollte. Dafür wurde das Operationsfeld mit Sperrern freigehalten. Diese Sperrer quetschen die Muskulatur über zwei bis drei Stunden während einer Wirbelsäulen-OP so ab, dass Gewebe zerstört werden kann. Gesucht wird also ein intelligentes System, das rechtzeitig anzeigt, wann die Sperrer gelockert werden müssen, um die Blutzufuhr wieder zu ermöglichen – ohne unnötig lange die eigentliche OP unterbrechen zu müssen.

Der nächste Workshop aus der Reihe „Einschnitte – Einblicke“ findet am 29. Juni 2022 von 14 bis 19 Uhr vor Ort im Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik in Tübingen statt.

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