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Laserbearbeitung

Lasys 2012 zeigt Lasersysteme für die Medizintechnik

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Dr. Jäger schlussfolgert: „Solche Stents sind mit klassischer Lasertechnologie nicht herstellbar.“ Topag wird auf der diesjährigen Lasys zwei fs-Laserserien vorstellen: Pharos mit Ausgangsleistung bis 20 Watt und Carbide mit zirka 4 Watt. Die Pulslänge bei Pharos liege für bestimmte Modelle sogar unter 200 fs, was Topag zufolge seinesgleichen suche (Bild 3b). Carbide zeichne sich durch eine minimale elektrische Leistungsaufnahme von kleiner 300 Watt, seiner kompakten Bauweise und Preisvorteile aus.

Gratbildung vermeiden

„Die Qualitätsanforderungen im Medizintechnikbereich stellen höchste Ansprüche an das Gesamtsystem, da neben dem richtigen Laser die Handhabung der Teile sowie die Prozessvalidierung entscheidend für die Serienproduktion ist“, betont Dieter Mairhörmann, Sales Manager Medical Industry bei der Rofin-Baasel Lasertech GmbH. Der Aussteller hat sich schon frühzeitig als Anbieter von Komplettsystemen etabliert.

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Etwa zur Vermeidung von unerwünschter Gratbildung beim Laserschneiden von Stents hat das Unternehmen Systeme mit neuartigen Strahlquellen im Portfolio: „Zum Beispiel wurden Faserlaser mit speziellen Pulseigenschaften entwickelt, die gegenüber herkömmlichen Lasern ein deutlich besseres Austriebsverhalten der Schmelze bewirken und etwa Formgedächtnislegierungen wie Nitinol auch in Dickenbereichen bis zu 1 mm schnell und gratarm schneiden können. Völlig ohne Gratbildung, jedoch bei noch etwas geringerer Geschwindigkeit, funktioniert das Schneiden mit Femtosekunden-Lasern“, so Mairhörmann weiter.

Die Laserquellen „StarFiber“ und „StarFemto“ werden einfach in das System „StarCutTube“ (Bild 4)eingebaut, um rohrförmiges Halbzeug mit Schnittspaltbreiten im Bereich kleiner 20 µm zu schneiden. „Mit Femtosekunden-Lasern integriert in „StarCutTube“-Anlagen ist schon heute eine industriell zuverlässige Bearbeitung von bioresorbierbaren Materialien verfügbar“, resümiert Mairhörmann.

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