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Dualis / EP-Flex

Kontinuierliche Selbstoptimierung als Schlüssel zum Erfolg

| Autor/ Redakteur: / Kathrin Schäfer

Der Auftragsfertiger EP-Flex ist für die Herstellung von Medizinprodukten nach ISO-Norm 13485 zertifiziert. Das bedeutet unter anderem, er muss jederzeit lieferfähig sein. Mit einer Software zur Feinplanung ist dies kein Problem.

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Aktuell steht bei EP-Flex vor allem die Kapazitätsplanung im Fokus. Schritt für Schritt folgen die anderen Bereiche.
Aktuell steht bei EP-Flex vor allem die Kapazitätsplanung im Fokus. Schritt für Schritt folgen die anderen Bereiche.
(Bild: EP-Flex / Dualis)
  • Feinplanung von Produktionsprozessen
  • Chargen lückenlos rückverfolgen
  • Integration in das ERP-System

Zuverlässigkeit in der Fertigung – dazu gehört in der Medizinbranche auch Liefertermintreue. Deshalb setzt EP-Flex, Spezialist für medizinische Präzisionsinstrumente, seit 2017 auf die Feinplanungslösung Ganttplan der Dualis GmbH IT Solution. Diese integriert sich als Partnerlösung von Asseco nahtlos in das bestehende ERP-System AP-Plus. So ist die effiziente Bearbeitung von zirka 500 Aufträgen mit zwei bis drei Millionen Teilen pro Monat bei zirka 20 Prozent höherer Liefertermintreue möglich.

Während die Geschäftsprozesse bei EP-Flex bereits seit 2003 von der Asseco-ERP-Lösung AP-Plus gesteuert werden, hatte das Unternehmen zur Feinplanung seit 2010 eine dedizierte Speziallösung im Einsatz. Diese stieß mit zunehmendem Wachstum und Komplexität der Prozesse an ihre Grenzen. Auch hinsichtlich der strengen Auflagen und Regularien der Medizinbranche war das System nicht optimal ausgeprägt. Denn alle Fertigungsprozesse bei EP-Flex werden kontinuierlich von den jeweils zuständigen Behörden geprüft. Alle Chargen müssen sich lückenlos rückverfolgen lassen. Gleichzeitig haben Kunden jederzeit ein Recht zum Audit. „Die ISO-Norm 13485 für die Herstellung medizinischer Produkte, nach der wir zertifiziert sind, beinhaltet unter anderem die Anforderung, jederzeit lieferfähig zu sein. Eine effiziente und leistungsstarke Feinplanung ist damit für uns unerlässlich“, erklärt Jürgen Class, Leiter Fertigungssteuerung bei EP-Flex.

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Liefertermintreue ist in der Medizintechnik unabdingbar

So entschied sich EP-Flex nach einer Evaluierungsphase für das Feinplanungssystem Ganttplan aus dem Hause Dualis. Die Partnerlösung von Asseco integriert sich nahtlos in das ERP-System AP-Plus, das seit vielen Jahren bei EP-Flex im Einsatz ist. Class erklärt: „Überzeugt haben uns die Funktionsweise und Usability der Lösung. Viele Systeme visualisieren teilweise nur die Grobplanung aus dem ERP-System. Das ist für uns keine Feinplanung, wie wir sie benötigen und nun seit 2017 mit dem System von Dualis und Asseco im idealen Zusammenspiel erhalten.“

Aktuell steht bei EP-Flex vor allem die Kapazitätsplanung im Fokus. Schritt für Schritt folgen die anderen Bereiche. Produktionsleiter Torsten Habelmann erklärt: „Die Liefertermintreue ist in unserer Branche unabdingbar. Haben Kunden einmal negative Erfahrungen gemacht, entsteht schnell ein regelrechter Teufelskreis: Bestellungen, die eigentlich erst für die Zukunft anstünden, werden bereits früher in Auftrag gegeben, da Kunden die vermeintlich erwartete Verzögerung von Vornherein ‚mit einplanen‘. Damit müssen wir ein unnötig höheres Auftragsvolumen bewältigen.“

Mit der vorherigen Lösung kam es aufgrund der wenig flexiblen Feinplanung immer wieder zu unerwünschten Produktionsverzögerungen. Jetzt allerdings ist eine kontextbezogene Neuplanung problemlos möglich. Es lässt sich jederzeit unmittelbar erkennen, welche Verschiebungen eine bestimmte Verzögerung zur Folge hat und der bestmögliche Ablauf neu planen. Das neue System arbeitet sehr schnell. Bei Bedarf kann EP-Flex innerhalb einer halben Stunde eine neue Planung erstellen. Damit hat sich die Reaktionsfähigkeit in der Produktion deutlich verbessert. Während zuvor nur einmal pro Tag neu geplant werden konnte, lässt sich jetzt bei Bedarf zwischen fünf- und zehnmal umplanen. Die Liefertermintreue hat sich um zirka 20 Prozent erhöht.

Torsten Habelmann gibt einen Zukunftsausblick: „Später wollen wir verstärkt zum Beispiel Durchlaufzeiten bewerten und in Form von KPIs in das ERP-System integrieren. So können wir Verbesserungspotenzial ableiten. Gleichzeitig schaffen wir damit die Basis für eine tiefgreifendere Analyse, um Probleme vorausschauend zu erkennen und zu vermeiden. In einer derart strengen Branche wie der Medizinbranche ist eine kontinuierliche Selbstoptimierung der Zentralschlüssel zum Erfolg – dafür haben wir mit Asseco und Dualis bereits den Grundstein gelegt.“

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