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Reinraum

„Keine Schwachstellen“

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Was können Sie dort bieten?

Kitzlinger: Unser Reinraumlabor ist voll produktionsfähig, sodass wir hier Kundenversuche unter reellen Bedingungen fahren. Basierend auf deren Erkenntnissen können dann sowohl produktspezifische Änderungen getestet als auch die reinraumtechnische Ausstattung der Maschine bestimmt werden. Speziell für „Anfänger“ ist es zudem hilfreich, hier einmal die Philosophie live kennenzulernen, die in einem Reinraum steckt. Neben Partikelmessungen machen wir Untersuchungen zur statischen Aufladung und Strömungsvisualisierungen – auch im Rahmen eigener Analysen. So haben wir beispielsweise im vergangenen Jahr im Rahmen einer Diplomarbeit die Partikelbelastung und Keimbelastung untersucht.

Das bringt uns auf den Unterschied zwischen technischen und medizintechnischen Reinräumen.

Kitzlinger: Aus Sicht eines Maschinenherstellers ist das vor allem eine Frage der Partikelgröße. Technische Reinräume schützen vor luftgelagerten Partikeln. Medizintechnische Reinräume müssen darüber hinaus komplett keimfrei sein und dementsprechend auch für eine sterile Reinigung (s. Kasten) ausgelegt sein.

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Welche typischen Schwachstellen gibt es in der Reinraumproduktion?

Kitzlinger: In der Medizintechnik darf es keine Schwachstellen geben. Deshalb ist es wichtig, einen Partner zu haben, der schon während der Konzeptfindung umfassend beraten und punktgenau auf die Anforderungen des Anwenders eingehen kann.

Werden viele Verarbeiter ihre Fertigung um Reinräume ergänzen (müssen)?

Kitzlinger: Ja. Die Medizintechnik ist eine Boom-Branche und bietet steigende Marktpotenziale für innovative Produkte. Da Reinheit meist die Grundvoraussetzung ist, wird auch die Fertigung unter Reinraumbedingungen zunehmen.

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