France

Swiss Medtech Day Integration statt Fragmentation als Schlüssel zum Erfolg

Quelle: Pressemitteilung Swiss Medtech 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Der Swiss Medtech Day brachte erneut rund 800 Personen aus Industrie, Forschung und Gesundheitswesen in Bern zusammen. Im Zentrum stand die Frage: Wie bleibt die Schweizer Medtech-Branche in einem zunehmend komplexen Umfeld erfolgreich? Das Fokusland USA symbolisierte, wie stark handelspolitische Entwicklungen die Branche prägen und weshalb Unternehmen ihre Absatzmärkte und Lieferketten breiter aufstellen. Der Gewinner des Swiss Medtech Awards 2026 wurde auch gekürt: Das Basler Unternehmen Medartis überzeugte mit hochpräzisen Implantat-Lösungen.

Die Basler Medartis AG hat den Swiss Medtech Award 2026 gewonnen. Von links nach rechts: Adrian Hunn, Swiss Medtech; Gery Colombo, Jurypräsident; Susanne Müller, Medartis AG; Adrian Spiegel Medartis AG; Marc Ammann, Medartis AG; Fabian Hildbrand, Medartis AG(Bild:  Swiss Medtech)
Die Basler Medartis AG hat den Swiss Medtech Award 2026 gewonnen. Von links nach rechts: Adrian Hunn, Swiss Medtech; Gery Colombo, Jurypräsident; Susanne Müller, Medartis AG; Adrian Spiegel Medartis AG; Marc Ammann, Medartis AG; Fabian Hildbrand, Medartis AG
(Bild: Swiss Medtech)

Der Swiss Medtech Day 2026 griff zentrale Herausforderungen der Branche auf: zunehmender Kostendruck, komplexere Gesundheitssysteme sowie steigende Anforderungen an Innovation, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit. Die Branche steht an einem Wendepunkt: weg von fragmentierten Ansätzen hin zu integrierten Lösungen. „Nur wenn Forschung, klinische Praxis und industrielle Entwicklung enger zusammenspielen, kann die Medtech-Branche intelligentere Produkte und bessere Behandlungsergebnisse schaffen“, sagte Adrian Hunn, Direktor von Swiss Medtech. Der Swiss Medtech Day brachte dafür mit über 800 Teilnehmern die relevanten Akteure zusammen, darunter die Gastredner Ivan Tornos, Verwaltungsratspräsident, Präsident und CEO von Zimmer Biomet sowie Oliver Bisazza, CEO von MedtechEurope.

Diversifikation als Antwort auf die US-Zölle

Die wirtschafts- und handelspolitischen Herausforderungen mit den beiden wichtigsten Handelspartnern – der EU und den USA – beschäftigen die Schweizer Medtech-Branche zunehmend. Die USA sind nach der EU der zweitwichtigste Absatzmarkt; fast ein Viertel der Exporte geht dorthin. Neben dem starken Franken und dem erschwerten EU-Marktzugang setzen nun auch die US-Zölle die Industrie unter Druck. Viele Unternehmen reagieren darauf mit einer stärkeren Diversifikation ihrer Absatzmärkte und Lieferketten. Andere prüfen Möglichkeiten, Zölle über bestehende Ausnahmeregelungen – etwa durch die Anwendung des Nairobi-Protokolls – zu reduzieren.

Gleichzeitig fordert die Branche innenpolitisch den Abbau von Überregulierung, die Unterstützung der Bilateralen III sowie die Stärkung des Freihandels mit weiteren Weltmärkten. „In der aktuellen Lage braucht es umso mehr Rückenwind von der Politik für den Standort Schweiz und keine zusätzlichen Belastungen für eine Industrie, die ohnehin unter erheblichem Druck steht», sagte Hunn. Er spielt damit auf die geplante Einführung einer jährlichen Abgabe von 25 Millionen Franken an das Heilmittelinstitut Swissmedic an.

Medartis gewinnt den Swiss Medtech Award 2026

Der Swiss Medtech Award 2026 ging an Medartis. Das Basler Unternehmen setzte sich im Finale gegen die starke Konkurrenz von Positrigo und Symbios durch. Medartis überzeugt mit hochpräzisen Implantat-Lösungen für die chirurgische Versorgung von Knochenbrüchen und Gelenkersatz. Das Unternehmen verbindet technologische Innovation mit einer konsequenten internationalen Wachstumsstrategie und stärkt damit den Medtech-Standort Schweiz nachhaltig. Heute sind die Medartis Implantate in über 50 Ländern verfügbar und das Basler Unternehmen beschäftigt weltweit 1.400 Mitarbeiter. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Aus- und Weiterbildung. Medartis bildet zusammen mit seinem Ärztenetzwerk IBRA weltweit Tausende von Chirurginnen und Chirurgen aus.

Die Jury würdigte insbesondere die Kombination aus Schweizer Ingenieurskunst, klinischer Nähe und langfristigem Unternehmertum. „Für mich steht Medartis exemplarisch dafür, wie ein Schweizer Unternehmen mit einer fokussierten Strategie in einem hochkompetitiven Umfeld neben internationalen Grosskonzernen bestehen kann“, sagte Swiss-Medtech-Direktor Hunn.

Matthias Schupp, CEO von Medartis, freute sich über die Auszeichnung: „Dieser Preis ist eine große Anerkennung für unsere Teams. Bei Medartis treiben wir Innovationen nicht als Selbstzweck voran. Unser Maßstab ist, die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern und die Arbeit von Chirurginnen und Chirurgen zu erleichtern. Die anatomisch geformten Platten und patientenspezifischen Implantate von Medartis basieren auf realen klinischen Bedürfnissen.“

(ID:50868500)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung