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Automatica 2016

Hand in Hand mit dem Roboter

| Autor: Peter Reinhardt

Robotertechnologien liegen voll im Trend. Wer sich als Medtech-Hersteller hierüber informieren möchte, kann das noch bis Freitag dieser Woche auf der Automatica in München tun. Top-Thema ist die Kollaboration von Mensch und Maschine.

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Auch bei Yaskawa gibt es kollaborierende Roboter zu sehen.
Auch bei Yaskawa gibt es kollaborierende Roboter zu sehen.
(Bild: Reinhardt / Devicemed)

Es gibt viele Analysen, die der Robotik glänzende Perspektiven versprechen. Wer zur Bestätigung noch einen weiteren Beleg braucht, der findet diesen auf der Automatica in München. Armin Wittmann, Projektgruppenleiter der 7. Internationalem Fachmesse für Automation und Mechatronik, darf sich dieser Tage über das Ende eines „Allzeit-Hochs“ aus dem Jahr 2008 freuen: „Mehr als 800 Aussteller zeigen ihre Neuheiten und stellen damit eine neue Rekordmarke auf.“

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Kollaborierende Roboter liegen voll im Trend

Zu den Trendthemen gehören kollaborierende Roboter. Die Tage, in denen die Maschinen isoliert hinter Gittern ihre Dienste verrichteten, scheinen damit gezählt. Kollaboration – also Zusammenarbeit von Mensch und Roboter – lautet das Gebot der Stunde. „Die höchsten Produktivitätsgewinne sind in den Bereichen zu erwarten, in denen die spezifisch menschlichen und maschinellen Stärken intelligent kombinierte werden“, erläutert hierzu Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation, als einer, der es wissen muss, die aktuelle Lage.

Dabei muss Profis aus der Medtech-Industrie klar sein: Die Automatica ist eine Technologiemesse, keine Branchenmesse. Und so gibt es zwar viel Robotik, aber wenig Medizintechnik zu sehen. Nur vereinzelt finden Besucher Applikationen für Spritzen, Kanülen oder Dialysefilter. Aktuell liegt der Anteil entsprechender Exponate deutlich unter dem Besucheranteil von Vertretern aus der Medizintechnikindustrie, der im Übrigen gegenüber der Automatica im Jahr 2014 noch einmal stark gewachsen ist. Kamen vor zwei Jahren 1.179 von 39.257 Besuchern aus dem Bereich „Pharma, Kosmetik und Medizin“ (3 Prozent), waren es nun 1.722 von 43.052 Besuchern (4 Prozent). Das ist ein Zuwachs von Besuchern aus dem Bereich „Pharma, Kosmetik und Medizin“ um 46 Prozent und damit noch einmal deutlich mehr als das Gesamtbesucherwachstum von immerhin 10 Prozent.

Für Vertreter dieser Branchen könnten die Aussteller also mehr zeigen, zumal im Messekatalog rund 200 Firmen angeben, Lösungen für die Life-Science- und Medizinindustrie im Portfolio zu führen – und damit zweierlei Stoßrichtungen verfolgen. Denn Roboter eignen sich sowohl als Assistenten in der Produktion wie auch im OP.

Während sich die deutsche Fußballnationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Frankreich den Gruppensieg errang, wurden am Abend des ersten Messetages bereits Trophäen für die innovativsten Automatica-Exponate vergeben. Zum fünften Mal hat das Industriemagazin MM Maschinenmarkt wegweisende Entwicklungen ausgezeichnet. Hier die Sieger in sieben Kategorien und deren ausgezeichnete Produkte:

  • 1. Industrieroboter (Knickarm-/Scararoboter): Universal Robots, kollaborierender Leichtbau-Tischroboter UR3
  • 2. Serviceroboter: Omron Adept Technologies, intelligentes fahrerloses Transportsystem Adept Lynx Cart Transporter
  • 3. Handhabung und Greiftechnik: Schunk, intelligenter MRK-Greifer Co-act Gripper JL1 für die Kollaboration
  • 4. Montage: Fibro Läpple Technology, Portalroboter mit Nahtversiegelungsapplikation
  • 5. Bildverarbeitung und Sensorik: Leoni Protec Cable Systems, Kalibriersystem Advintec 6D laser measurement für Greifer, Bauteile und Vorrichtungen in bis zu 6 Dimensionen
  • 6. Antriebs- und Steuerungstechnik: Yaskawa Europe, Regenerativ-Frequenzwandler U1000
  • 7. Automatisierung: Bosch Rexroth, Modular aufgebaute Fertigungslinie für Industrie 4.0

Die nächste Automatica findet vom 19. bis 22. Juni 2018 in München statt.

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Über den Autor

 Peter Reinhardt

Peter Reinhardt

Chefredakteur, DeviceMed - Für Profis der MedTech-Branche