GE General Electric

Geht GE Healthcare bald schon an die Börse?

| Autor: Peter Reinhardt

Schneller als erwartet könnte GE Healthcare vom Mischkonzernt abgespalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden.
Schneller als erwartet könnte GE Healthcare vom Mischkonzernt abgespalten und als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. (Bild: gemeinfrei / CC0)

Kurz vor Ende des vergangenen Jahres machten Spekulationen über einen baldigen Börsengang der Medizintechniksparte von GE die Runde. Der Mischkonzern soll dafür bereits diverse Investmentbanken engagiert haben.

  • Bloomberg berichtet über bevorstehenden Börsengang
  • Mischkonzern GE wird umstrukturiert
  • Aktie von Konkurrent Siemens legt in zehn Monaten rund 20 Prozent zu

Das Onlineportal „Der Aktionär“ schreibt hierzu: „Das ist ein Meilenstein“ und bezieht sich unter anderem auf den Nachrichtendienst Bloomberg, wonach die Medizintechniksparte von GE bereits im Frühjahr an die Börse kommen könnte. GE würde damit die zweitprofitabelste Sparte des Konzerns in die Eigenständigkeit schicken.

Siemens hat erfolgreichen Börsengang vorgemacht

Ganz ähnlich hat bereits der Wettbewerber Siemens im vergangenen Jahr eine Erfolgsgeschichte geschrieben: Mitte März 2018 startete Siemens Healthineers mit 4,365 Mrd. Euro an der Frankfurter Börse . Der erste offizielle Kurs wurde seinerzeit mit 29,10 Euro notiert. Gestern lag der Wert der Aktie zum Börsenschluss bei 34,82 Euro, also rund 20 Prozent über dem Ausgabepreis.

Das sagt GE zum Börsengang – oder auch nicht

GE will die Börsenpläne bisher nicht kommentieren. Eine entsprechende Anfrage von Devicemed blieb unbeantwortet. Fakt ist: Bereits im Sommer des vergangenen Jahres kündigte GE an, sich künftig auf die Industrien Luftfahrt, Energie und erneuerbare Energien konzentrieren zu wollen. Per Pressemitteilung erklärte das Unternehmen seinerzeit, der Geschäftsbereich Healthcare werde ein eigenständiges Unternehmen. „GE erwartet, 20 Prozent zu monetarisieren und die verbleibenden 80 Prozent von GE Healthcare steuerfrei an die Aktionäre zu verteilen“, so der Wortlaut vom Juni 2018 im Original.

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Zum Wochenende vermeldete nun auch das Portal finanzen.net, „General Electric und seine Tochter: Börsendebüt in Aussicht“. Demnach gibt es seit Mitte Dezember wieder etwas Zuversicht für die leidgeprüften Anteilseigner des Industriekonzerns mit Sitz in Boston, Massachusetts. „Um sich aus dem finanziellen Engpass zu befreien, will der Konzern offensichtlich seine Medizintechniksparte an die Börse bringen“, heißt es. Auch hier bezieht sich der Autor auf Informationen des US-Börsendienstes Bloomberg. Demnach habe das Unternehmen die dafür notwendigen Unterlagen bei der Börsenaufsicht SEC „vertraulich“ eingereicht.

Medizintechnik bei GE

Das Angebotsportfolio von GE Healthcare reicht von medizinischer Bildgebung, Informationstechnologien, medizinischer Diagnostik, Patientenüberwachung, Arzneimittelforschung, biopharmazeutischen Fertigungstechnologien bis hin zu Lösungen zur Effizienzsteigerung in Kliniken und Krankenhäusern. „Damit eröffnen wir Ärzten weltweit neue Möglichkeiten zur besseren und frühzeitigeren Diagnose und Behandlung von Erkrankungen“, erklärt der Konzern auf seiner Website.

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