Bosch Packaging / Moeller & Devicon

Flexibel anpassbar – Montagemaschinen mit Köpfchen

| Autor / Redakteur: / Kathrin Schäfer

Die Montagemaschinen für Pens eignen sich für handelsübliche vierteilige Einweg-Pens – bestehend aus einer Stiftkappe, einem Karpulenhalter, der Karpule selbst und einem Dosiermechanismus.
Die Montagemaschinen für Pens eignen sich für handelsübliche vierteilige Einweg-Pens – bestehend aus einer Stiftkappe, einem Karpulenhalter, der Karpule selbst und einem Dosiermechanismus. (Bild: Bosch)

Ob Onkologie, Diabetes- oder Hormontherapie – Pens und Autoinjektoren versetzen Patienten in die Lage, sich ihre Medikamente selbst zu verabreichen. Zur Herstellung dieser Medizinprodukte braucht es flexible Montagemaschinen, die mehr als nur ein bestimmtes Gerät handhaben können.

  • Steigende Nachfrage nach Insulinpens und Autoinjektoren
  • Hochflexible Montageplattformen im mittleren Leistungsbereich
  • Halbautomatische oder vollautomatische Montagemaschinen

Parallel zu der weltweit wachsenden Zahl an Diabetes-Patienten wächst auch der Markt für Insulin kontinuierlich – und damit auch die Nachfrage nach Pens und anderen Injektionshilfen. Pens werden dank ihrer Benutzerfreundlichkeit aktuell am häufigsten für die Insulininjektion genutzt. Anstatt Insulin in Vials zu verwenden, die eine Spritze zur Injektion der Flüssigkeit und einiges an Erfahrung in der Dosierung und beim Handling erfordern, werden die Pens mit Karpulen bestückt. Die mit Insulin gefüllte Karpule ist am hinteren Ende mit einem Gummistopfen, am vorderen Ende durch eine Aluminiumkappe mit einer Einstichmembran verschlossen, in die eine Nadel eingeführt werden kann. An der Oberseite verfügt das Gerät über einen Dosiermechanismus, der sich leicht drehen lässt, um die gewünschte Insulinmenge zu injizieren.

Eine einfache und sichere Handhabung der Pens ist das wichtigste Argument für Patienten. Dank der Selbstkontrolle des Blutzuckers sind sie heutzutage in der Lage, ihre individuelle Insulindosis selbst zu berechnen. Pens beinhalten in der Regel Insulin für mehrere Broteinheiten und lassen sich dadurch mehrfach verwenden. Abhängig von den individuellen Anforderungen kann ein Pen bis zu einer Woche verwendet werden; nur die Nadeln müssen aus hygienischen Gründen ausgetauscht werden.

Pens und Autoinjektoren machen Arztbesuche überflüssig

Autoinjektoren erleben den gleichen Trend wie Insulin-Pens und werden immer öfter genutzt. Ein Grund ist der steigende Einsatz biologischer Arzneimittel, die sich nicht oral verabreichen lassen, sondern injiziert werden müssen. Des Weiteren zeichnet sich – gemäß dem Trend zur Selbstverabreichung – eine Verschiebung von Standardspritzen zu Autoinjektoren ab. Neben der schnellen Reaktion auf allergische Schocks werden Autoinjektoren zunehmend auch in anderen Bereichen eingesetzt, beispielsweise bei der Behandlung seltener Krankheiten in den Bereichen Onkologie oder Hormontherapie, bei denen mehrere Dosen über längere Zeit benötigt werden. Anstatt über Wochen zahlreiche Arzttermine für mehrere Injektionen wahrnehmen zu müssen, können Patienten sich das Medikament bequem zu Hause verabreichen.

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Obwohl Autoinjektoren in der Herstellung oft teurer als Standardspritzen sind, profitieren sowohl Patienten als auch das Gesundheitssystem von dieser neuen Freiheit der Selbstverabreichung. Die Anzahl der Arzttermine lässt sich langfristig reduzieren während Patienten mehr Freiraum in ihrem täglichen Leben gewinnen. Der Trend ist in westlichen Ländern bereits stark verbreitet und setzt sich nun auch in Märkten wie Indien, China, Südostasien, dem Mittleren Osten und Lateinamerika durch. Der Bedarf an solchen Medikationsformen wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen, was zu einer steigenden Nachfrage an Applikationsgeräten sowie entsprechenden Fertigungslösungen führen wird.

Kompakte Montagemaschinen handhaben mehr als ein Produkt

Zur Herstellung von Autoinjektoren oder Insulin-Pens benötigen Arzneimittelhersteller Montagemaschinen, die ihren individuellen Anforderungen entsprechen. Obwohl viele Injektor- und Pen-Typen eine ähnliche Zusammensetzung haben, unterscheiden sie sich doch in Design, Form und Größe. Life-Science-Unternehmen, die für verschiedene Regionen und Märkte produzieren, beziehen ihre Pens und Autoinjektoren in der Regel von verschiedenen Herstellern und benötigen daher Plattformen, die mehr als nur ein bestimmtes Gerät handhaben können. Gefragt sind vor allem hochflexible Maschinen im mittleren Leistungsbereich.

Moeller & Devicon, ein Tochterunternehmen von Bosch Packaging Technology, hat sich genau auf dieses Segment spezialisiert und ein umfassendes Maschinenportfolio mit kompaktem Design, einer klaren Übersicht aller Stationen und guter Zugänglichkeit entwickelt. Das Ergebnis: Chargenwechsel lassen sich schnell und ohne Zeitverlust durchführen. So können Hersteller agil und flexibel in sich schnell verändernden Märkten agieren.

Ergänzendes zum Thema
 
Flexible Montageprozesse mit geringen Standzeiten
Das Maschinenportfolio von Moeller & Devicon ermöglicht Herstellern, flexible Montageprozesse mit geringen Stillstandzeiten zwischen den Chargen zu etablieren.

Die Prozessvalidierung von einer Maschine auf die andere übertragen

Die Montagemaschinen für Pens von Moeller & Devicon eignen sich für handelsübliche vierteilige Einweg-Pens – bestehend aus einer Stiftkappe, einem Karpulenhalter, der Karpule selbst und einem Dosiermechanismus. Die Maschinen für Autoinjektoren sind so konstruiert, dass sie entweder alle einzelnen Komponenten – das obere und untere Teil, die Spritze sowie die Spritzenhalterung – oder eine Kombination aus vormontierten und einzelnen Komponenten zusammenbauen. Dank eines skalierbaren Automatisierungsgrades lässt sich die Montageausrüstung an unterschiedliche Anforderungen und Prozesse anpassen: Wenn es um erste klinische Versuche geht, sind kleine manuelle Arbeitsstationen eine ideale Lösung. Sobald die Versuche erfolgreich durchgeführt wurden und eine Umstellung auf die kommerzielle Produktion erfolgen soll, kommen halbautomatische oder vollautomatische Montagemaschinen zum Einsatz. Die Prozessvalidierung der Geräte kann aufgrund des skalierbaren Ansatzes von einer Maschine auf eine andere übertragen werden. Dies spart viel Zeit und Kosten.

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Moeller & Devicon arbeitet frühzeitig mit Pharmaunternehmen und Pen-Herstellern zusammen, um alle notwendigen Parameter für das Endprodukt und die dazu passende Montageausrüstung zu definieren. Dank der Zusammenarbeit in diesem Kompetenzdreieck ist es möglich, für jeden Zweck die beste Lösung zu entwickeln und das Maschinendesign an die genauen Anforderungen anzupassen – immer mit dem Ziel, Drug-Delivery-Systeme anzubieten, die die Selbstverabreichung so angenehm wie möglich und den Alltag von Patienten ein bisschen einfacher machen.

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