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Etikettieren inklusive: Tiefziehverpackung steriler Katheter

| Autor/ Redakteur: / Peter Reinhardt

Besonders wichtig bei der Verpackung von Kathetern sind Sterilität und die einfache und sichere Entnahme der Produkte. Mit Tiefziehverpackungsmaschinen von Multivac lässt sich die Verpackung präzise auf das Produkt abstimmen und erfüllt somit alle geforderten Kriterien.

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Dank der Tiefziehverpackungsmaschine R 240 von Multivac kann der türkische Katheterhersteller seine Verpackungen bestens auf die Produkte abstimmen und die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
Dank der Tiefziehverpackungsmaschine R 240 von Multivac kann der türkische Katheterhersteller seine Verpackungen bestens auf die Produkte abstimmen und die gesetzlichen Anforderungen erfüllen.
( Bild: Multivac )

Die Anforderungen an die Verpackungen von Kathetern sind hoch. Denn die Gewährleistung der Sterilität und die Möglichkeit der sicheren Entnahme durch Ärzte oder Patienten stehen an erster Stelle. Das türkische Unternehmen Oasis Medikal verpackte zunächst seine produzierten Katheter in einer Standard-Verpackung. Dies verursachte viel Arbeit und wies auch in Bezug auf Formgebung, Packungsdesign sowie Packqualität Verbesserungspotenzial auf.

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Durch den Einsatz der Tiefziehverpackungsmaschine R 240 von Multivac können die Verpackungen nun bestens auf die Produkte abgestimmt und die gesetzlichen Anforderungen erfüllt werden. „Besonders stolz waren wir, als unsere Katheter bei den Tests unabhängiger Labore in Europa erstmals besser abschnitten als vergleichbare Produkte weltbekannter Anbieter. Mehr noch – es war von hohem Nutzen für uns und auch für die türkische Wirtschaft. Denn bis dahin hatten Erzeugnisse mit dem Stempel ,Made in Turkey‘ nicht unbedingt den besten Ruf. Sie galten eher als unzuverlässig“, erklärt Ayşe Yerlikaya, Managerin bei Oasis Medikal. Verpackt werden hier einzelne hydrophile Blasenkatheter sowie Kits. Die Katheter sind mit einer speziellen Oberflächenbeschichtung versehen und werden durch Befeuchten sehr gleitfähig. Das ermöglicht ein reibungsloses und weitgehend schmerzfreies Einführen und Entfernen des Katheters.

Da die Katheter leicht sind und keine scharfen Kanten besitzen, können dünne Folien mit einer Stärke von 50 bis 100 µm für das Verpacken genutzt werden. Als Unterfolie wird bei Oasis Medikal PA/PE (Weichfolie), als Oberfolie beschichtetes medizinisches Papier verwendet. Das Ethylenoxid dringt durch das medizinische Papier in die Packung ein – dadurch können die Katheter sterilisiert werden. Die Haltbarkeit der verpackten Katheter beträgt drei Jahre.

Die einfachste Packungseinheit von Oasis Medikal umfasst lediglich einen Katheter ohne Zubehör. Dank der Laschen lässt sich die Verpackung leicht öffnen und der Patient kann genügend Flüssigkeit in den Katheter einfüllen. Die Plus-Version beinhaltet einen Katheter und ein sogenanntes Sachet (Beutel mit steriler Flüssigkeit) in der Kombinationspackung. Vor dem Gebrauch zerdrückt der Anwender den Beutel mit der Flüssigkeit innerhalb der Verpackung.

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Oasis Medikal behauptet sich international

Wie sich ein türkisches Unternehmen im internationalen Wettbewerb etablieren kann, zeigt sich am Beispiel von Oasis Medikal. In Kazan in der Provinz Ankara stellt das türkische Unternehmen sterile Einmalkatheter her und vertreibt diese inzwischen auf der ganzen Welt.

Die Geschichte von Oasis Medikal ist eng mit dem Schicksal des Firmengründers verknüpft. Als Ahmet Tunc Tonger nach einer Rückenmarksverletzung in Deutschland seine Nierenprobleme behandeln ließ, kam er in den 1980er Jahren zum ersten Mal persönlich mit hydrophilen Blasenkathetern in Berührung. Einige Jahre später versuchte er sich als Hersteller von Einmalkathetern im heimischen Markt zu etablieren. Bereits nach kurzer Zeit erhielt er schon die Zulassung der US-Behörde FDA. 2007 gelang ihm der Eintritt in den Markt.

Zu dieser Zeit war Ays¸e Yerlikaya schon lange mit an Bord. Heute ist Yerlikaya stellvertretende Vorsitzende des Unternehmens und in dieser Funktion verantwortlich für Qualitätssicherung, Import und Export, Einkauf und Finanzen.

www.oasismedikal.com/eng

Nicht von der Stange: Verpackung für hydrophile Blasenkatheter

Die Flüssigkeit verteilt sich in der Verpackung und macht den Katheter gleitfähig. Bei der dritten Variante handelt es sich um ein Kombi-Set aus Katheter, Sachet, Urinbeutel und Handschuhen. Die drei unterschiedlichen Packungsausführungen mussten für den jeweiligen Einsatzzweck validiert und passende Formate entwickelt werden.

Neben der bereits erwähnten Tiefziehverpackungsmaschine R 240 kommen mittlerweile auch zwei Modelle des Typs R 245 bei Oasis Medikal zum Einsatz. Diese individuell konfigurierbaren Tiefziehverpackungsmaschinen sind für den mittleren Leistungsbereich ausgelegt und arbeiten sehr effizient. Auch komplexe Packungsformen können auf diesen Maschinen mit hoher Leistung produziert werden. Daneben bieten diese Maschinen ein hohes Maß an Prozesssicherheit. Diese ist besonders für die sichere Sterilität des Produktes bis zur Anwendung wichtig. Das Einlegen der Produkte in die Verpackung erfolgt manuell.

Für die Kennzeichnung der Produkte wurde ein Flexodrucker in Kombination mit einem TTO-Drucker für die variablen Daten integriert. Die Bedienung erfolgt über ein zusätzliches Multivac Touch Screen. Ergänzt wird die Linie durch einen Querbahnetikettierer des Typs MR 615, der sich durch einen geringen Platzbedarf auszeichnet und bei Oasis Medikal Selbstklebeetiketten unterschiedlicher Größe vor dem Bedrucken und Versiegeln auf die Oberfolie aufbringt. Mit Hilfe des Etiketts lässt sich die Endverpackung mühelos auf glatten Oberflächen wie beispielsweise einer Tischkante befestigen, während die Patienten warten, bis die Katheter einsatzbereit sind.

Insgesamt ist man in Kazan mit den Multivac-Verpackungsmaschinen rundum zufrieden. Ayşe Yerlikaya formuliert es so: „Uns war damals, als wir in den internationalen Markt einsteigen wollten, bereits klar, dass wir mit globalen Giganten kooperieren müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen. Nun – bei Multivac sind wir da an der richtigen Adresse. Glücklicherweise entschieden wir uns 2007 für den richtigen Partner und haben es bis heute nicht bereut.“

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