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Zollfreiheit EFTA-Staaten unterzeichnen Freihandelsabkommen mit Indien

Quelle: dpa und Swiss Medtech 2 min Lesedauer

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Nach 16 Jahren Verhandlungen haben sich die Europäische Freihandelsassoziation (EFTA) und Indien auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Dies hat auch Auswirkungen auf die Schweizer Medtech-Branche.

Indien hat mit den EFTA-Staaten (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island) ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. (Bild:  N. de Li)
Indien hat mit den EFTA-Staaten (Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island) ein Freihandelsabkommen unterzeichnet.
(Bild: N. de Li)

Das neue Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Indien wurde am 10. März von den Wirtschaftsministern in Neu-Delhi unterzeichnet. Mit dem Abkommen sollen nicht nur Zölle fallen. Die nicht zur EU gehörenden EFTA-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island wollen im Zuge dessen auch Investitionen in Indien fördern. Sie streben demnach an, in den kommenden 15 Jahren rund 100 Milliarden Dollar zu investieren, wie es in dem Abkommen heißt. Dadurch sollen viele Jobs geschaffen werden, wie der indische Handelsminister Piyush Goyal daraufhin betonte.

Auswirkungen für den Schweizer Medtech-Markt

Die exportstarke Schweizer Medtech-Branche ist von dem Freihandelsabkommen mit Indien direkt betroffen. Durch das Abkommen werden sich die bisher erhobenen Zölle von 11 bis 13,75 Prozent auf einen Großteil der Medizinprodukte innerhalb der nächsten fünf Jahre um die Hälfte reduzieren bzw. innerhalb von zehn Jahren gänzlich aufheben. Das Abkommen deckt 100 Prozent der medizinischen Maschinen zur Ausrüstung von Krankenhäusern ab. Darunter fallen beispielsweise Magnetresonanztomographen oder Ultraschallgeräte. Auch ein Großteil der Medizinprodukte, die in der Therapie angewendet werden wie Herzschrittmacher, Transfusions-, Beatmungs- und Hörgeräte sowie Sehhilfen, Spritzen und Kanülen profitieren von den Zollkürzungen.

Auch Großbritannien und die EU setzen auf Indien

Den Abschluss des Abkommens könne die indische Regierung vor der voraussichtlich noch im Frühjahr stattfindenden Parlamentswahl als Erfolg präsentieren. Indien ist nicht zuletzt die fünftgrößte Wirtschaftsmacht und das bevölkerungsreichste Land der Welt, doch es fehlen ausreichend Jobs. Das Land setzte deshalb zuletzt vermehrt auf Freihandelsabkommen und verhandelt u. a. auch mit Großbritannien und der EU.

Beim Thema EU hatte Bundeskanzler Olaf Scholz bei seinem Besuch im vergangenen Jahr „Tempo“ versprochen. Doch bereits 2013 waren Verhandlungen zunächst gescheitert. Im Jahr 2022 wurden die Gespräche dann wieder aufgenommen. Denn die deutsche Wirtschaft sieht große Potenziale in Indien. Spitzenverbände weisen aber zugleich immer wieder auf Probleme für deutsche Firmen hin, weil dort ein vergleichsweise dichter Bürokratiedschungel die Ambitionen ausbremsen kann.

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