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EP-Flex

Dieser Führungsdraht ist auch mit Magnetresonanztomographie sichtbar

| Autor/ Redakteur: / Kathrin Schäfer

Derzeit gewinnt die interventionelle Magnetresonanztomographie (MRT) an Bedeutung. MR-fähige OP-Instrumente begünstigen diesen Trend.

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Der MR-Draht von EP-Flex kann unter 1,5-Tesla-MRT-Geräten verwendet werden wie beispielsweise diesem Gerät aus dem Hause Siemens.
Der MR-Draht von EP-Flex kann unter 1,5-Tesla-MRT-Geräten verwendet werden wie beispielsweise diesem Gerät aus dem Hause Siemens.
(Bild: Siemens Healthineers; EP-Fllex)
  • MR-fähige OP-Instrumente
  • Magnetresonanztomographie statt Röntgenstrahlung
  • MR-fähiger Führungsdraht mit CE-Zulassung

MR-geführte Interventionen kommen ohne ionisierende Strahlung und mit weniger Kontrastmittelzugabe aus. Sie bieten einen hohen Weichteilkontrast, eine freie Schichtwahl im dreidimensionalen Raum sowie die Möglichkeit, Flussgeschwindigkeiten darzustellen und zu erfassen. Weil bei der Magnetresonanztomographie keine Röntgenstrahlung zum Einsatz kommt, bietet sich die Methode besonders für Frauen im gebärfähigen Alter sowie für Kinder an.

Es muss gelingen, die Eigenschaften bisheriger Instrumente zu erhalten

Die bislang unter Röntgen verwendeten Instrumente lassen sich jedoch nur bedingt unter einem MRT verwenden, da diese entweder nicht sichtbar sind, zu große Artefakte bilden oder bei Erwärmung oder einer Verlagerung sogar ein Sicherheitsrisiko für Patienten darstellen können. Dies hat dazu geführt, dass seit einigen Jahren Mittel in die Erforschung MR-fähiger OP-Instrumente investiert werden. Die größten Herausforderungen hierbei bestehen darin, die Eigenschaften bisheriger Produkte, wie Steifigkeit und Drehverhalten, mit nichtmagnetischen Materialien zu realisieren sowie eine gute Sichtbarkeit zu gewährleisten.

Diskutiert wurde dieses Thema jüngst auf dem Kongress Cardiovascular Magnetic Resonance (CMR 2018) in Barcelona. Unter dem Motto „Klinische Verbesserung durch technischen Fortschritt“ wurden dort Innovationen vorgestellt, die klinische Ergebnisse verbessern sollen. Unter anderem berichteten Experten aus der ganzen Welt über ihre Erfahrungen, Experimente und Bedürfnisse in Bezug auf MR-geführte Interventionen.

Live-Demonstration zu MR-fähigem Führungsdraht

Im Rahmen einer Live-Demonstration konnten die Teilnehmer beobachten, wie sich der CE-zugelassene, MR-fähige Führungsdraht von EP-Flex Feinwerktechnik bei einer Herzoperation am Menschen verhält. Hierfür wurde eine Live-Schaltung direkt in den Operationssaal der School of Biomedical Engineering and Imaging Sciences am King’s College London eingerichtet. Derzeit laufen klinische Versuche an verschiedenen Institutionen mit dem neu zugelassenen MR-Draht von EP-Flex. Dieser ist inzwischen käuflich zu erwerben. Er kann unter 1,5-Tesla- sowie 3-Tesla-MRT-Geräten verwendet werden.

Noch sind MR-Interventionen aufgrund der oben genannten Probleme nicht sehr verbreitet. Sie erfordern kostspielige Geräte, was für Kliniken große Investitionen bedeutet. Dennoch nimmt die Bedeutung von MR-Interventionen stetig zu. Langfristig ist daher davon auszugehen, dass die interventionelle MRT einen hohen Stellenwert im Bereich der interventionellen Radiologie, der minimal-invasiven Therapie und der Überwachung von operativen Eingriffen erlangen wird.

EP-Flex auf der Medtec Europe 2018: 9C16

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