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Starlim//Sterner Der größte Verarbeiter von Flüssigsilikon weltweit

| Redakteur: Peter Reinhardt

Serienproduktionen im dreistelligen Millionenbereich pro Kunde, 14 Milliarden Kleinteile pro Jahr, acht Spritzgussmaschinen für ein Projekt – beeindruckende Zahlen sind es, die den Kunststoffverarbeiter Starlim//Sterner kennzeichnen. Das Unternehmen sieht sich als größter Verarbeiter von Flüssigsilikon weltweit.

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Auswahl an Babysaugern aus Silikon.
Auswahl an Babysaugern aus Silikon.
(Bild: Starlim Spritzguss)
  • Herstellung von Kleinteilen aus Silikon und Mehrkomponentenspritzguss: 1K, 2K, 3K – alles ist möglich
  • Über 200 vollautomatische Spritzgussmaschinen in großflächigen, sauberen Hallen
  • Löwenanteil der Teile geht in die Life-Science- und Automobilindustrie

Wer als Besucher zu Starlim//Sterner kommt, darf Großes erwarten. Große Hallen, große Maschinen, großes Know-how. Aber: kleine Teile. Das Unternehmen mit Hauptsitz im österreichischen Marchtrenk ist spezialisiert auf die Herstellung von Kleinteilen aus Silikon und den Mehrkomponentenspritzguss. 1K, 2K, 3K – alles ist möglich. Dabei ist nur immer eine Voraussetzung zu erfüllen: Mindestens eine Komponente muss aus Silikon sein. Entsprechende Produkte fallen in enormen Mengen aus den Spritzgussmaschinen. „Erst kürzlich wurde ein Projekt mit einem Kunden über eine Jahresmenge von 400 Millionen Teilen abgeschlossen“, erklärt Verkaufsleiter Karl Großalber. „Da arbeiten auch schon mal acht Spritzgussmaschinen an einem einzigen Projekt.“

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Als Auftragsfertiger ist Starlim//Sterner klar fokussiert auf die Massenfertigung. 14 Milliarden Produkte werden in der internationalen Gruppe per anno hergestellt. Das sind umgerechnet fast zwei Kleinteile pro Erdenbürger – Tendenz steigend. Produktionsstandorte befinden sich in Kanada, Deutschland, Italien und Österreich, ein Vertriebsbüro außerdem in China. Über 200 vollautomatische Spritzgussmaschinen arbeiten dafür in großflächigen, sauberen Hallen.

Gesamtlösungen komplett und lückenlos von einem Anbieter

Der Löwenanteil der produzierten Teile geht in die Life-Science-Branche und die Automobilindustrie, zum Beispiel als Operationshilfen, Baby-Sauger, Ventile, Dichtungen, Schutzkappen oder Strahlbildner. Aber auch andere industrielle Anwendungen gehören zum Portfolio. Dem Variantenreichtum sind keine Grenzen gesetzt. Aktuell produziert Starlim//Sterner etwa 1.100 verschiedene Produkte.

Die Inhouse-Produktentwicklung unterstützt Kunden bei der Umsetzung von Ideen und prüft schon vor der Produktion mittels Simulationen, ob Produkte in der Anwendung funktionieren. „Wir können unseren Kunden zum Beispiel zeigen, ob ihre neue Dichtung auch wirklich hundertprozentig abdichtet, und dabei alle Einflussfaktoren wie Druck und Temperatur berücksichtigen. So können wir noch Änderungen vornehmen, bevor überhaupt ein Prototyp hergestellt wird. Das spart dem Kunden viel Zeit und Geld“, beschreibt Leopold Pühringer als Leiter der Produktentwicklung die Vorteile der Finite-Elemente-Simulation.

„Wir verfolgen das Prinzip des Vollanbieters“, erklärt Großalber. „Von der Entwicklung, der Konstruktion, dem Werkzeugbau über die Produktion bis zu kundenspezifischen logistischen Lösungen können wir alles anbieten. Und wenn ein Kunde sein Silikonteil in lila-blassblau mit Sternen beschichtet haben möchte, haben wir Partnerunternehmen, die das umsetzen können“, grinst Großalber.

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