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Handelsbeschränkungen Forderung nach Zollbefreiung für Medizinprodukte

Quelle: Pressemitteilung BV-Med 1 min Lesedauer

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In einem Brief an das Kanzleramt fordert der Bundesverband Medizintechnologie, Medizinprodukte von geplanten Zollinitiativen auszunehmen. Auch auf amerikanischer Seite werden Stimmen dazu laut.

Der BV-Med fordert die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, ein neues Freihandelsabkommen mit der US-Administration anzustreben.(Bild:  Copilot / KI-generiert)
Der BV-Med fordert die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, ein neues Freihandelsabkommen mit der US-Administration anzustreben.
(Bild: Copilot / KI-generiert)

Der Bundesverband Medizintechnologie (BV-Med) setzt sich in einem Schreiben an das Kanzleramt dafür ein, dass Medizinprodukte von geplanten Zollinitiativen oder anderen handelsbeschränkenden Maßnahmen ausgenommen werden müssen. „Die vernetzte Struktur der globalen Lieferketten von Medizintechnologien bedeutet, dass Zölle und andere Handelsbeschränkungen den Zugang von medizinischem Personal und Patienten zu für die Versorgung kritischen Medizinprodukten gefährden“, warnt BV-Med-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll. Medtech-Verbände setzen sich deshalb weltweit für entsprechende Ausnahmeregelung bei geplanten Handelsbeschränkungen ein, um die sensiblen Lieferketten zu schützen und die Gesundheitsversorgung sicherzustellen.

Zum Hintergrund erläutert der BV-Med, dass Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland bisher nicht unmittelbar von den aktuellen US-Zollmaßnahmen betroffen seien. Allerdings könnten mittelbar Unternehmen mit Produktionsstandorten außerhalb der EU die Auswirkungen spüren. So könnten z. B. komplexe Lieferketten und Vorprodukte, die aus Mexiko in die USA importiert werden, von Preiserhöhungen und längeren Lieferzeiten betroffen sein.

„Wir sind der Ansicht, dass Medtech-Produkte von allen geplanten Zollinitiativen oder anderen handelsbeschränkenden Maßnahmen durch die EU ausgenommen werden müssen. Für eine entsprechende Ausnahmeregelung setzen sich unsere Kollegen des US-Schwesterverbandes Advamed in Washington ebenso ein“, heißt es in dem BV-Med-Schreiben an das Kanzleramt.

Dr. Marc-Pierre Möll betont: „Für die Gesundheitsversorgung und die Sicherheit der Patienten ist ein freier und ungehinderter Warenhandel von Medizinprodukten essenziell. Wir fordern deshalb die Bundesregierung auf, sich auf europäischer Ebene dafür einzusetzen, ein neues Freihandelsabkommen mit der US-Administration anzustreben.“

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