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Optimierte Gleiteigenschaften Biokompatible Silikonkabeltechnologie für medizinische Anwendungen

Quelle: Pressemitteilung Habia 2 min Lesedauer

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Habia hat die Silindo-Technologie für Medizinkabel vorgestellt. Diese neue Oberflächenlösung reduziert Stick-Slip-Effekte bei gleichzeitig hoher mechanischer Belastbarkeit und Sterilisationsbeständigkeit.

Die Silindo-Technologie reduziert Stick-Slip-Effekte bei gleichzeitig hoher mechanischer Belastbarkeit und Sterilisationsbeständigkeit.(Bild:  Habia)
Die Silindo-Technologie reduziert Stick-Slip-Effekte bei gleichzeitig hoher mechanischer Belastbarkeit und Sterilisationsbeständigkeit.
(Bild: Habia)

Habia, globaler Anbieter von kundenspezifischen Hochleistungskabeln, stellt mit Silindo eine weiterentwickelte Silikonkabeltechnologie für anspruchsvolle medizintechnische Anwendungen vor. Sie adressiert gezielt eine materialtypische Herausforderung von Silikon: die ausgeprägte Oberflächenhaftung, insbesondere nach wiederholten Sterilisationszyklen.

Silikon bietet hohe Hautverträglichkeit, geprüfte Biokompatibilität sowie ausgezeichnete Flexibilität in alle Richtungen. Darüber hinaus ist das Material autoklavierbar und hält mehr als 500 Sterilisationszyklen stand. Diese Eigenschaften machen es zur etablierten Lösung für patientennahe Anwendungen wie endoskopische und minimalinvasive Verfahren, Dialyse sowie Monitoring-Systeme zur Messung von Blutdruck, Puls, EKG oder Temperatur.

Oberflächenmodifikation zur Reduktion des Stick-Slip-Effekts

Eine bekannte Einschränkung des Materials ist jedoch der sogenannte Stick-Slip-Effekt: Seine Oberfläche neigt zu erhöhter Haftung auf Haut oder Instrumenten, die sich durch wiederholte Dampfsterilisation noch verstärkt. Silindo reduziert dieses Haftverhalten durch eine speziell entwickelte Oberflächenmodifikation signifikant, ohne die positiven Materialeigenschaften zu beeinträchtigten. Das Resultat sind verbesserte Gleiteigenschaften bei gleichzeitig erhaltener Flexibilität und Haptik, selbst nach mehr als 500 Autoklavierzyklen. Gleichzeitig verbessert die reduzierte Partikelhaftung das hygienische Profil.

Zusätzlich basiert Silindo auf einer angepassten Kabelarchitektur. Die Kombination aus optimierter Konstruktion, Hochleistungsmaterialien und patentierten Fertigungstechnologien ermöglicht eine hohe mechanische Belastbarkeit, selbst bei kleinen Abmessungen. Die Leitungen sind gemäß ISO 10993-5 sowie ISO 10993-1 biokompatibel. Während ISO 10993-5 die Prüfung auf zytotoxische Wirkung, also mögliche Zellschädigungen, beschreibt, definiert ISO 10993-1 den grundlegenden Rahmen für die biologische Beurteilung von Medizinprodukten. Die Norm legt abhängig von Art und Dauer des Patientenkontakts fest, welche biologischen Tests erforderlich sind, und bildet damit die Basis für eine systematische Risikobewertung der Materialverträglichkeit.

Anwendungsspezifische Ausführungen

Je nach Einsatzgebiet werden unterschiedliche technische Schwerpunkte gesetzt.

  • Chirurgische Robotik: Die Silindo-Varianten für robotergestützte Systeme kombinieren Erfahrung aus der industriellen Robotik mit medizintechnischem Know-how. Sie integrieren u. a. Glasfaserleitungen, Koaxialelemente, Einzelleiter und Zugentlastungssysteme und sind für erhöhte Zug- und Torsionsbelastungen ausgelegt.
  • Patientenmonitoring: Miniaturisierte und rauscharme Kabelkonstruktionen minimieren triboelektrische Effekte und Mikrofonie, die durch Reibung, Torsion oder Vibration verursacht werden können. Dadurch wird die Stabilität der Signalqualität erhöht und eine hohe Sensibilität beibehalten.
  • Bildgebende Diagnostik: Die hochflexiblen Flachbandkabel für CT-, MRT- und Röntgensysteme behalten auch nach Millionen von Biegezyklen ihre elektrische und mechanische Zuverlässigkeit.
  • Dentale Anwendungen: Hybride Anschlussleitungen für Dentaleinheiten kombinieren elektrische Leitungen mit integrierten Medienführungen, etwa PTFE-Schläuche zur Wasser- oder Luftversorgung.

Beständigkeit gegenüber gängigen Sterilisationsverfahren

Silindo ist mit gängigen Sterilisationsverfahren kompatibel, darunter Dampfsterilisation im Autoklav, Plasmasterilisation mit Wasserstoffperoxid (z. B. Sterrad NX), Gassterilisation mit Ethylenoxid, Gammasterilisation, Ultraschallsterilisation, Reinigung und Desinfektion in Automaten sowie Wischdesinfektion.

Dank der hauseigenen Fertigung kann Habia kundenspezifische Kabeldesigns entwickeln und diese in kurzer Zeit umsetzen. Im Fokus stehen reproduzierbare Qualität, mechanische Robustheit sowie eine normgerechte Auslegung für den medizinischen Einsatz.

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