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Außenwirtschaftstag Medizintechnik und Laborausstattung

Auswärtiges Amt unterstützt deutsche Medizintechnik-Exporteure

| Autor/ Redakteur: Frauke Finus / Frauke Finus

Die Bundesregierung signalisiert ihre Verbundenheit mit den deutschen Medizintechnik-Unternehmen und bietet Hilfe an. Wie die Unterstützung konkret aussehen kann, wurde vorgestern auf dem Außenwirtschaftstag der German Healthcare Export Group (GHEG) und des Branchenverbands Spectaris in Berlin vorgestellt.

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German Healthcare Export Group und Spectaris haben in den Europasaal des Auswärtigen Amts zum Außenwirtschaftstag Medizintechnik und Laborausstattung eingeladen.
German Healthcare Export Group und Spectaris haben in den Europasaal des Auswärtigen Amts zum Außenwirtschaftstag Medizintechnik und Laborausstattung eingeladen.
( Bild: Finus )

Das Vormittagsprogramm besteht aus Ansprachen und Beiträgen, in denen die Vortragenden aus verschiedenen Positionen heraus beleuchten, warum Unternehmer das Angebot der Unterstützung des Auswärtigen Amtes wahrnehmen sollten und wie die Unterstützung im Einzelnen aussehen kann.

Viola Ridderbusch von GHEG freut sich besonders darüber, dass die Veranstaltung erneut im Auswärtigen Amt in Berlin stattfinden kann. „Schon das Foyer vor dem Europasaal und der Europasaal selbst bieten ein wunderbares Ambiente für den Außenwirtschaftstag. Unter dem schönen Kronleuchter vergisst man auch die Bindfäden, die es draußen regnet.“

Das Auswärtige Amt als Partner

Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, eröffnet den Außenwirtschaftstag, der dieses Jahr unter dem Motto „Kompetenz und Netzwerke für den Hightech-Mittelstand“ steht. Sie betont, dass es wichtig ist, Deutschland als führendes Exportland zur stärken, gerade jetzt in Zeiten, in denen der Gesundheitssektor in Ländern wie China und Brasilien wächst, und Firmen aus diesen Ländern mit deutschen Firmen um Aufträge konkurrieren. „Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen stehen wir, das Auswärtige Amt und die Bundesregierung, ausdrücklich für eine Unterstützung zur Verfügung. Die Botschaften in den jeweiligen Ländern flankieren Ihre Aktivitäten, wenden Sie sich an uns," spricht sie direkt die rund 130 Teilnehmer an. Interessierte Firmen lädt sie zum Wirtschaftstag der Botschafterkonferenz im August und zum World Health Summit im Oktober ein.

Kleine und mittelständische Unternehmen prägen das Wachstum

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Ernst Burgbacher, hebt in seinem Beitrag hervor, dass die Steigerung des Auslandsumsatzes von knapp 7 Prozent im vergangenen Jahr ein gutes Stück durch den Export von Produkten kleiner und mittelständischer Unternehmen geschafft werden konnte. Auch der Medizintechnik-Arbeitsmarkt floriere, so habe es hier einen Zuwachs von 2,6 Prozent gegeben. „Wenn alles gut läuft, warum soll sich der Staat dann trotzdem noch einmischen? Weil wir uns für Sie einsetzen können! Nutzen Sie die Außenwirtschaftsförderung und unsere politische Flankierung. Denn wir setzen uns für offene Märkte und WPO-Abkommen ein und wir wollen eine Stärkung des Markts durch bilaterale Freihandelsabkommen. Wir streben Verhandlungen über internationale Standards im Rahmen des OECD beispielsweise über geistiges Eigentum an.“ Er spricht für das Außenwirtschaftsministerium, wenn er Hilfe bei der Zulassung von Geräten auf schwierigen ausländischen Märkten anbietet und die Zielsetzung formuliert, die Bürokratie zu verringern, „denn genau das schreckt besonders kleine und mittelständische Unternehmen. Wir helfen Ihnen sich im Inland untereinander zu vernetzen, damit Sie gemeinsam im Ausland stärker auftreten können.“ Die Medizintechnik-Branche sei eine Schlüssel-Branche in Deutschland, deswegen freue er sich, dass man so zahlreich nach Berlin gekommen sei und hoffe auf wunderbare Netzwerkgespräche während des Mittagsbuffets. Auch Prof. Detlev Ganten, der Vorsitzende des Charité-Stiftungsrats, rät zur Bildung von Netzwerken im Inland. Er empfiehlt den Aufbau von Clustern, denn Clusterwirtschaft sei wichtig und förderlich. Als Positivbeispiel bringt er das Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) an.

Ergänzung von Staat und Unternehmen

Thomas Ilka, Staatsekretär im Bundesministerium für Gesundheit, spricht sich dafür aus, dass es keinen Systemwechsel auf dem Medizintechnik-Markt geben soll, man stattdessen, falls nötig, Verbesserungen innerhalb des bestehenden Systems anstreben möchte. Er signalisiert seine Verbundenheit den deutschen Medizintechnik-Unternehmen gegenüber, dass man deren Interessen vertreten will.

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