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Wild / Heidelberg Engineering

Augenuntersuchungen im Weltraum

| Redakteur: Kathrin Schäfer

Crewmitglieder der Internationalen Raumstation ISS werden seit dem 16. Oktober 2013 regelmäßig mit dem Spectralis OCT von Heidelberg Engineering untersucht. Hergestellt wurde das Gerät von der österreichischen Firma Wild.

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Astronaut Koichi Wakata von der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) führt eine Spectralis-OCT-Untersuchung an Bord der Internationalen Raumstation ISS durch.
Astronaut Koichi Wakata von der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) führt eine Spectralis-OCT-Untersuchung an Bord der Internationalen Raumstation ISS durch.
( Bild: Nasa )

Wild ist seit 1999 Entwicklungs- und Produktionspartner des deutschen Hightech-Unternehmens Heidelberg Engineering, das diagnostische Geräte für die Augenheilkunde entwickelt, herstellt und vertreibt. Mittlerweile wird die gesamte Spectralis-Produktfamilie bei Wild in Völkermarkt produziert und im Bereich Mechanik mitentwickelt.

Augenveränderungen bei Astronauten erforschen

Eines dieser Geräte – ein handelsübliches Spectralis OCT – ist seit Juni 2013 auf der Internationalen Raumstation ISS im Einsatz. Nachdem die ersten Instrumententests im Orbit erfolgreich durchgeführt wurden, konnte am 16. Oktober die erste OCT-Untersuchung im Weltraum erfolgen. Seitdem werden die Crewmitglieder regelmäßig in ein- bis zweiwöchigen Intervallen untersucht. Diese Untersuchungen sind Teil der „Ocular Health Study“ der Nasa, bei der Veränderungen an Augen von Astronauten bei Langzeit-Missionen im All erforscht werden sollen.

Fast die gesamte Netzhaut mit einer Aufnahme abbilden

Die Crewmitglieder erhielten ihre Spectralis-OCT-Erstuntersuchungen auf der Erde, vor ihrer Mission. Die Folgeuntersuchungen im Orbit erlauben nun die Verlaufsbeobachtung möglicher Veränderungen im hinteren Augenabschnitt. Die Genauigkeit der Folgeuntersuchungen wird durch die Auto-Rescan Funktion des Spectralis ermöglicht, die dafür sorgt, dass die OCT-Bildserien an exakt der gleichen Stelle auf der Netzhaut vorgenommen werden.

„Die Fähigkeit, bereits minimale Unterschiede der Netzhautdicke von nur einem Mikrometer sicher zu messen sowie die Möglichkeit, fast die gesamte Netzhaut mit nur einer einzigen Aufnahme abzubilden, zählen zu den wichtigsten Vorteilen des Diagnosesystems. Wir sind stolz darauf ein Produkt herstellen zu dürfen, dessen Vorzüge nicht nur von Ärzten und Patienten weltweit, sondern auch von den Technikern der Nasa geschätzt werden“, freut sich Adrian Pinter, Wild-Geschäftsbereichsleiter Medizintechnik.

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