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AMA Innovationspreis 2016 AMA zeichnet Innovationen in der Biomedizintechnik aus

Redakteur: Udo Schnell

Auf der Sensor+Test in Nürnberg ist wieder der AMA Innovationspreis verliehen worden. Alle fünf Nominierten kamen in diesem Jahr aus dem Bereich der Biomedizintechnik.

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Das Gewinnerteam „Nerven aus Glas“ (v.l.: Peter Krause (AMA), Prof. Dr. Wolfgang Schade, Anna Lena Baumann (Photonik Inkubator/Fraunhofer-HHI), Dr. Martin Angelmahr (Fraunhofer-HHI), Prof. Dr. Andreas Schütze (Jury/Universität des Saarlandes).
Das Gewinnerteam „Nerven aus Glas“ (v.l.: Peter Krause (AMA), Prof. Dr. Wolfgang Schade, Anna Lena Baumann (Photonik Inkubator/Fraunhofer-HHI), Dr. Martin Angelmahr (Fraunhofer-HHI), Prof. Dr. Andreas Schütze (Jury/Universität des Saarlandes).
(Bild: AMA)

Sensorik – us. Der AMA – Verband für Sensorik und Messtechnik hat am ersten Messetag der Sensor+Test (10. bis 12. Mai in Nürnberg) den AMA Innovationspreis 2016 verliehen. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis ging zu gleichen Teilen an das Projekt „Magnetische Durchflusszytometrie“ vom Entwicklerteam der Siemens Healthcare sowie von Sensitec, Sencio und M2 Automation und an das Projekt „Nerven aus Glas“, die faseroptische 3D-Positionierung von Herzkathetern, von Photonik Inkubator Niedersachsen und dem Fraunhofer-Heinrich-Hertz-Institut.

Die magnetische Durchfluss­zytometrie ermöglicht durch spezifische magnetische Markierung mit einem rein magnetischen Workflow in einer Kartusche den Nachweis von Zielzellfunktionen ohne Probenaufbereitung direkt im Patientenblut. Dies geschieht durch eine magnetische Laufzeitmessung des Signals patientennah in einem Tischgerät innerhalb weniger Minuten. Der Vorteil des Verfahrens liegt darin, dass die hohe Messpräzision schnelle Therapieentscheidungen ermöglicht, während bisherige Verfahren hohe Investitionskosten und Spezialistenwissen erfordern.

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Die zweite prämierte Innovation sind die Nerven aus Glas. Die neuartige faseroptische 3D-Positionierung von Herzkathetern ist als präzises Navigations- und Trackingsystem von großer Bedeutung in der minimalinvasiven Radiologie und Chirurgie. Eine dreidimensionale Form- und Bewegungserfassung mittels faseroptischer Sensorik ermöglicht eine Repositionierungsgenauigkeit von Herzkathetern, die kleiner als 1 mm ist. Dies trägt entscheidend zur Verbesserung des Erfolges und Reduzierung der benötigten Operationszeit bei.

Den Sonderpreis für junge Unternehmen erhielt das Entwicklerteam um Dr. Rachel Wang Ruiqi (d'Optron Pte Ltd., Nanyang Technological University) für die Entwicklung des d’Bioimager, einer echten 4D-­Mikroskop-Kamera (3D-­Bild­gebung in Echtzeit). Das Unternehmen aus Singapur erhielt als Sonderpreis einen kostenfreien Messeauftritt auf der diesjährigen Sensor+Test.

Dieser Artikel ist erschienen auf www.maschinenmarkt.vogel.de.

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