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SKZ 3D-Druck von organischen Designs

Redakteur: Julia Engelke

Das Kunststoff-Zentrum SKZ hat die Software Geomagic Freeform Plus erworben, die eine schnelle Erzeugung von komplexen organischen Formen auf Basis von 3D-Scandaten ermöglicht. Zum Einsatz kommt sie aktuell bei der individuellen Anpassung wiederverwendbarer Atemschutzmasken. Doch auch für die Medizintechnik bietet sie einige Vorteile.

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Mithilfe der Software Geomagic Freeform Plus lässt sich zum Beispiel eine Fußorthese modellieren.
Mithilfe der Software Geomagic Freeform Plus lässt sich zum Beispiel eine Fußorthese modellieren.
(Bild: SKZ)

Im Rahmen eines Forschungsprojekts zur Maskenentwicklung, gefördert vom Freistaat Bayern im Förderprogramm „Bayerisches Technologieförderungs-Programm plus (BayTP+)“, konnte das Kunststoff-Zentrum SKZ die Software Geomagic Freeform Plus erwerben. Diese ermöglicht durch das intuitive Bedienkonzept eine schnelle Erzeugung von komplexen organischen Formen auf Basis von 3D-Scandaten, ohne eine zwischengelagerte, meist zeitaufwendige Umwandlung in ein anderes Dateiformat. Diese Software stellt die Ergänzung der CAx-Toolbox am Center for Additive Production (CAP) des SKZ dar, sodass nun für jeden Anwendungsfall im Bereich der Medizintechnik ein entsprechendes Modellierungswerkzeug vorhanden ist. Dadurch kann das bestmögliche Ergebnis für Kunden und Patienten erzielt werden.

Ergänzendes zum Thema
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Wichtiger Schwerpunkt: additive Fertigung und Medizintechnik

Die additive Fertigung medizintechnischer Komponenten ist ein wichtiger und rasant wachsender Schwerpunkt innerhalb der SKZ-Aktivitäten. Viele abgeschlossene, laufende und geplante Vorhaben belegen dies. Häufig entstehen dabei konstruktive Aufgaben mit komplexen Freiformflächen, die beispielsweise auf 3D gescannten Körperpartien basieren. Eingesetzt wird die Software aktuell zur individuellen Anpassung wiederverwendbarer Atemschutzmasken optimal an die jeweiligen Gesichtsformen, sodass ein dichter und gleichzeitig komfortabler Sitz gewährleistet wird. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung innovativer Maskenkonzepte, die sowohl im aktuellen Infektionsgeschehen als auch bei zukünftigen Anwendungen wichtige Voraussetzungen zum Schutz der Atemwege darstellen.

Forschungs- und Ausbildungsangebote für 3D-Druckverfahren

Seit 10 Jahren erweitert das SKZ seine Forschungs- und Ausbildungsangebote innerhalb seines Kompetenzzentrums für 3D-Druckverfahren in Würzburg beständig. Mit der rasanten technischen Entwicklung muss zugleich auch der Know-how-Transfer in die Unternehmen Schritt halten. Dazu wurden u. a. hochwertige Bildungsangebote mit signifikantem Praxisanteil konzipiert. In Würzburg steht somit eine zentrale, kompetente und unabhängige Anlaufstelle für Mediziner, Industriebetriebe und das Handwerk zur Verfügung. Das Angebot umfasst alle etablierten 3D-Druckverfahren, Kompetenzen in Materialentwicklung und Qualitätssicherung, Bildungsangebote sowie die passende CAx-Software (CAx = Sammelbegriff für computergestützte Technologien in der Entwicklung und Konstruktion). Das breite Spektrum an CAx-Werkzeugen stellt sicher, dass für jeden Anwendungsfall die Konstruktion optimal umgesetzt und hergestellt werden kann.

Ihre Meinung ist gefragt!

Wo steht die additive Fertigung heute?

(Bildquelle: VCG)

Wo setzen Sie additiv gefertigte Produkte ein? Und wie sind Ihre Erfahrungen mit industriellem 3D-Druck?
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