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2019 ist für die Medizintechnik das Jahr der Hyperkonnektivität

| Autor/ Redakteur: Christian Hebenstreit / Kathrin Schäfer

Digitale Innovation und Plattform-Hyperkonnektivität sind heute kein Luxus mehr. Der Medizintechnikbranche ermöglicht dies, die Effizienz von klinischen Studien zu verbessern sowie deren Kosten zu reduzieren.

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Neue Plattformen und Technologien verbessern die Effizienz und Produktivität klinischer Studien, liefern neue Ergebnisse und reduzieren die Belastung der Patienten.
Neue Plattformen und Technologien verbessern die Effizienz und Produktivität klinischer Studien, liefern neue Ergebnisse und reduzieren die Belastung der Patienten.
( Bild: Medidata )
  • Klinische Studien profitieren vom Einsatz neuer Technologien
  • Maschinelles Lernen als entscheidendes Werkzeug für die Forschung und Entwicklung der Life-Science-Industrie

Dies geschieht heutzutage verstärkt durch den Einsatz von Data Science, KI, risikobasierter Überwachung und Analytik sowie Machine Learning, vor allem um den Entwicklungsprozess von Medikamenten zu verbessern. Die Technologie in Kombination mit neuen medizinischen Produkten bringt klinische Studien in eine „neue Ära“, da sie Möglichkeiten für eine Branche eröffnen, die aufgrund der regulatorischen Grenzen oft Einschränkungen bei der Innovationskraft erfahren muss. Neue Plattformen verbessern die Effizienz und Produktivität klinischer Studien, liefern neue Ergebnisse und reduzieren die Belastung der Patienten.

Klinische Studien werden globaler – Hersteller müssen über den Tellerrand schauen

Ein Mangel an Patienten für klinische Studien, ein Trend zu personalisierter und werteorientierter Medizin, ein zunehmender Fokus auf seltene Krankheiten sowie steigende Betriebskosten treiben den Trend zur Globalisierung klinischer Studien voran. Jenseits von traditionellen Märkten wie den USA und Großbritannien ist zu erwarten, dass klinische Forschungseinrichtungen, Hersteller von medizinischen Geräten und Pharmaunternehmen für ihre Studien in andere Regionen der Welt schauen. Auf diese Weise profitieren sie von einer breiteren Quelle potenzieller Patienten, der Senkung der Betriebskosten und letztlich der Beschleunigung der Markteinführung ihrer Produkte und Behandlungen.

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Fast die Hälfte der klinischen Studien weltweit findet derzeit außerhalb der USA statt – und das, obwohl die meisten Hersteller medizinischer Produkte dort ihren Hauptsitz haben. Die Prüfung und Zulassung erfolgt nun auch auf globalem Weg, was sowohl Arzneimittelentwicklern, Herstellern als auch verschiedenen Patientengruppen zugutekommt. Branchenanalysten zufolge werden die Industrieländer gemäß den Prognosen für den Weltmarkt bis 2020 voraussichtlich etwa 66,8 Prozent der Studien ausmachen (gegenüber heute 76 Prozent), während für Schwellenländer ein Anteil von 25,2 Prozent gegenüber heute 15,7 Prozent erwartet wird. Dies bedeutet auch für die Produzenten der für die Studien genutzten Geräte, dass ein Blick über den Tellerrand zwingend notwendig ist.

Neue Geräte ermöglichen virtuelle Studien und binden Patienten

Des Weiteren sind klinische Forschungseinrichtungen mehr und mehr darum bemüht, die Patientenbelastung während der Studien zu reduzieren und Studien und Behandlungen so vielen Patienten wie möglich zugänglich zu machen. Infolgedessen werden virtuelle Studien, die es Patienten ermöglichen, Daten beispielsweise bequem von zu Hause aus aufzuzeichnen, immer zahlreicher. Dies wird durch die Weiterentwicklung neuer Technologien und Geräte, wie durch tragbare Überwachungsgeräte, und den breiteren Einsatz von Smartphones zur Aufzeichnung und Übertragung von Patientendaten aus der Ferne und in Echtzeit sowie durch eine ausgefeiltere Anomalie- und Compliance-Tracking-Software erleichtert, um die Zuverlässigkeit dieser Daten zu gewährleisten.

Förderung der digitalen Transformation durch die Nutzung neuer Technologien

Künstliche Intelligenz (KI) hat bereits eine kleine, aber wachsende Präsenz in der Life-Science-Industrie. Während die Life-Science-Branche voller datenreicher Prozesse ist, beginnt die KI gerade erst damit, alle Daten zu sammeln, zu verwalten und intelligent zu nutzen. Hierfür werden medizinische Geräte benötigt, die solche Leistungen erbringen können.

Aufgrund des wettbewerbsorientierten Betriebsumfelds und strenger gesetzlicher Compliance-Standards sind die Daten anonymisiert und durch eine Firewall vor dem Rest der Welt geschützt. Im Jahr 2019 und darüber hinaus werden durch Big Data Analytics verschiedene Datenquellen kombiniert, wodurch neue Zusammenhänge und Erkenntnisse entstehen, die sonst unerkannt geblieben wären.

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Nicht zuletzt wird das maschinelle Lernen immer mehr zu einem entscheidenden Werkzeug für die Forschung und Entwicklung der Pharmaindustrie, wenn die fortschrittlichsten Dateninfrastrukturen und kompatible Geräte vorhanden sind, die richtigen Fragen gestellt und ausreichend Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten werden.

Bei vielen chronischen Erkrankungen steht die medikamentöse Therapie im Mittelpunkt des Krankheitsmanagements, welche eine ständige Überwachung und Einsatz von Therapien erfordert. Vernetzte Monitore und medizinische Geräte für Dinge wie die Messung des Blutzuckers könnten durch einen stärker automatisierten Prozess der Insulinverabreichung unterstützt werden, wodurch das Risiko von Hypo- oder Hyper-Glykämie-Vorfällen abnimmt und so die Notwendigkeit von vielen Haus- oder Arztbesuchen oder der Notaufnahme reduziert wird. Für das kommende Jahr sind weitere Innovationen in diesem Bereich zu erwarten.

Digitale Therapien stellen bereits eine Möglichkeit zur Behandlung bestimmter psychischer Erkrankungen wie Alkoholabhängigkeit dar. Dies schließt sämtliche Angebote von digitalen Therapeuten bis hin zum Suchtmanagement in Form von Spielen ein. Da die Life-Science-Industrie weiterhin das Potenzial neuer Technologien ausschöpft, werden digitale Therapien immer stärker in traditionelle Arzneimitteltherapien integriert werden.

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* Christian Hebenstreit ist General Manager & Senior Vice President EMEA bei Medidata Solutions.

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