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Medizintechnik profitiert von KI-gestützten Lösungen
KI als Schlüssel zu personalisierter Medizin

Ein Gastbeitrag von Marco Bazzani* und Guido Comai** 4 min Lesedauer

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Der Einzug von künstlicher Intelligenz in medizintechnische Geräte erfolgt mit rasanter Geschwindigkeit – und ihre Sinnhaftigkeit ist in den allermeisten Fällen auch unumstritten. Italien nimmt dabei sowohl mit Blick auf die Innovationskraft als auch bei der Akzeptanz international einen Spitzenplatz ein.

Durch die Hilfe von KI bei der Auswertung medizinischer Bilder können Krankheitsanzeichen früh-
zeitig erkannt werden.(Bild:  ChatGPT / KI-generiert)
Durch die Hilfe von KI bei der Auswertung medizinischer Bilder können Krankheitsanzeichen früh-
zeitig erkannt werden.
(Bild: ChatGPT / KI-generiert)

Künstliche Intelligenz (KI) hat mittlerweile im Life-Science-Ökosystem Italiens eine hohe Bedeutung. Dies belegen die aktuellen Zahlen: So sind sich laut einer Befragung des Politecnico di Milano 93 % der befragten Unternehmen aus der Branche sowie 74 % der medizinischen Führungskräfte sicher, dass KI innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre die personalisierte Medizin revolutionieren wird. Zudem gaben in einer weiteren Umfrage des Politecnico di Milano mehr als 70 % der italienischen Ärzte an, dass ihrer Meinung nach KI die Präzision bei der Betreuung von Patienten nachhaltig verbessern wird. Geteilt wird dieser Optimismus auch von den Patienten selbst. Von denen glauben rund 58 %, dass KI den Ärzten bei der Entscheidungsfindung helfen kann. 65 % wären bereit, eine digitale Therapie zu nutzen, sofern diese vom Facharzt vorgeschlagen wird.

Ein Vertrauensvorschuss, der sich auch in den Investitionen im Bereich Life Sciences widerspiegelt: Bei F&E-Ausgaben liegen italienische Unternehmen europaweit an neunter Stelle (13,1 Euro pro Einwohner). Mit Blick auf entsprechende öffentliche Ausgaben belegt das Land sogar Platz sieben (14 Euro pro Einwohner).